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PD Dr. Alfred Längler

Neue Professur für Integrative Kinder- und Jugendmedizin an der UW/H

PD Dr. Alfred Längler. © Foto: Universität Witten/Herdecke
PD Dr. Alfred Längler. © Foto: Universität Witten/Herdecke

PD Dr. Alfred Längler, Ärztlicher Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke (GKH), wurde für die Professur für Integrative Kinder und Jugendmedizin an der Fakultät für Gesundheit an der Universität Witten/Herdecke berufen. Deutschlandweit die erste Professur dieser Art.

„Ich freue mich natürlich sehr darüber“, so Professor Längler, „insbesondere deswegen, weil es die erste klinische Professur in der Geschichte des GKH ist und nebenbei hilft, das universitäre Niveau unserer Medizin hier am Gemeinschaftskrankenhaus in der Außenwahrnehmung zu betonen.“

Immer mehr Eltern kranker Kinder wünschen sich für ihre Kinder mehr als „nur“ die reine schulmedizinische Versorgung. Sie möchten alle Mittel ausschöpfen und fragen gezielt nach Behandlungsansätzen, die Schulmedizin und Komplementärmedizin wirksam miteinander kombinieren. „Genau hier setzt meine Forschungs- und Lehrtätigkeit an“, erklärt Prof. Längler. „Wir untersuchen den Zusammenhang schulmedizinischer und komplementärmedizinsicher Therapieansätze, erforschen ihre Wirksamkeit und übertragen diese, bei nachweislichen Behandlungserfolgen, in die klinische Praxis – immer mit dem Ziel, die beste Therapie für ein erkranktes Kind anbieten zu können.“

Diese Erkenntnisse fließen in Prof. Länglers praktische Tätigkeit als Leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus schon seit Jahren ein. „Wir setzen alle notwendigen Medikamente und Behandlungen ein, gemäß den aktuellen nationalen und internationalen Therapierichtlinien. Aber dabei bleiben wir nicht stehen. Zusätzlich bieten wir medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapiekonzepte aus der Anthroposophischen Medizin sowie andere komplementäre Behandlungsmethoden an“, so Prof. Längler. Ein erfolgreiches Konzept, das auch international Beachtung findet. So ist das integrative Therapiekonzept für stationär behandelte krebskranke Kinder am Gemeinschaftskrankenhaus in Europa einzigartig, denn jedes Kind erhält hier eine individuell an seine Situation und Bedürfnisse angepasste Behandlung und Pflege, damit es rasch wieder genesen kann. Standardprotokolle der internationalen Fachgesellschaften mit Chemotherapie, ggf. auch mit Bestrahlungen und/oder Operationen, kommen hier ebenso zum Einsatz wie ergänzende Therapien. Denn mit Hilfe von pflanzlichen und homöopathischen Mitteln, Misteltherapie, äußeren Anwendungen wie Wickel, Auflagen und Einreibungen, rhythmische Massagen, Bewegungstherapien, Heileurythmie und Kunsttherapien (Musik, Malen, Plastizieren) lassen sich oft Nebenwirkungen der konventionellen Behandlung abmildern. Oft vertragen die Kinder die Chemotherapie besser und kommen schneller wieder auf die Beine.

Über die UW/H
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.800 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung. Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp, Pressestelle, Universität Witten/Herdecke
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, i. A. Michael Weimann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 02330 / 62 3963, Fax: 02330 / 62 4066, eMail: presse@gemeinschaftskrankenhaus.de
26.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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