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Friedrich-Loeffler-Institut

4. Loeffler-Lecture mit Nobelpreisträger Professor Harald zur Hausen

Prof. Harald zur Hausen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Nobelpreisträger für Medizin. © Foto: Tobias Schwert / www.dkfz.de
Prof. Harald zur Hausen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Nobelpreisträger für Medizin. © Foto: Tobias Schwert / www.dkfz.de

Anlässlich des 100. Todestages des Mediziners, Mikrobiologen und Begründers der Virologie Friedrich Loeffler am 9. April laden das nach ihm benannte Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg ab 17:30 Uhr in Greifswald zu einer besonderen „Loeffler-Lecture“ ein. Zu Ehren Friedrich Loefflers stellt Professor Marian Horzinek dessen herausragende wissenschaftlichen Leistungen vor. Die 4. „Loeffler-Lecture“ hält anschließend Nobelpreisträger Professor Harald zur Hausen über seine Thesen zur Entstehung von Krebs und neurologischen Erkrankungen.

Bereits um 15 Uhr gedenken das FLI und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald mit einer feierlichen Kranzniederlegung am Grab Friedrich Loefflers auf dem Alten Friedhof der Stadt des Wissenschaftlers und Ehrenbürgers.

Der Mediziner Harald zur Hausen erhielt im Jahr 2008 den Nobelpreis für die Entdeckung der krebserregenden Wirkung von Papillomviren (HPV) beim Menschen. Auf der Basis seiner Forschungen konnte ein vorbeugender Impfstoff gegen die wichtigsten Erreger von Gebärmutterhalskrebs entwickelt werden. In seinem Vortrag wird er seine neuen Thesen zu Fleisch- und Milchprodukten als mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs und neurologischen Erkrankungen vorstellen.

Der Tierarzt Professor Marian Horzinek baute in den 1960er Jahren den Lehrstuhl für Virologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover auf. Von 1971 bis 2001 forschte und lehrte er an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Utrecht in den Niederlanden zu Virologie und Viruskrankheiten. In seinem Vortrag über Friedrich Loeffler wird er besonders die Beiträge Friedrich Loefflers beim Paradigmenwechsel von der Bakteriologie zur Virologie vorstellen.

Beide Redner tragen sich nach der feierlichen Kranzniederlegung in das Goldene Buch der Universitäts- und Hansestadt Greifswald ein.

Die „Loeffler-Lecture“ zu aktuellen virologischen Forschungsthemen soll an Friedrich Loefflers bahnbrechende Leistungen in der Virologie erinnern. Sie findet seit 2012 üblicherweise in zeitlicher Nähe zu seinem Geburtstag im Juni statt. In diesem Jahr wurde der Termin anlässlich des 100. Todestages Friedrich Loefflers auf den 9. April gelegt. Friedrich Loeffler, der Entdecker des Maul- und Klauenseuchevirus und Begründer der Virusforschung, wurde am 24. Juni 1852 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem Medizinstudium in Würzburg und Berlin arbeitete er mit Robert Koch zusammen. 1888 wurde Loeffler auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Hygiene nach Greifswald berufen. Im Jahr 1898 beschrieb er gemeinsam mit Paul Frosch mit dem Erreger der Maul- und Klauenseuche erstmals ein Virus als filtrierbaren aber korpuskulären Infektionserreger. Am 10. Oktober 1910 gründete er auf der Insel Riems das weltweit erste Virusforschungsinstitut, das nach ihm benannte heutige Friedrich-Loeffler-Institut.

Festveranstaltung zum 100. Todestag Friedrich Loefflers

15.00 Uhr Kranzniederlegung am Grab von Friedrich Loeffler
Alter Friedhof Greifswald, An den Wurthen, Greifswald

Oberbürgermeister Dr. Arthur König, Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Professor Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts
Professor Dr. Bärbel Friedrich, Direktorin des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs
Ehrengäste, u.a. Familienangehörige von Friedrich Loeffler

17.30 Uhr Festvortrag und 4. Loeffler-Lecture
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Martin-Luther-Straße 14, Greifswald
Begrüßung: Professor Dr. Bärbel Friedrich
Moderation: Professor Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter

Friedrich Loefflers mikrobiologischer Paradigmenwechsel
Professor em. Dr. Dr. h. c. mult. Marian Horzinek, Utrecht, Niederlande

4. Loeffler-Lecture: Fleisch- und Milchprodukte unserer Kühe als Risikofaktoren für Krebs und
neurologische Erkrankungen
Professor em. Dr. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen, Wald-Michelbach

Anschließend Empfang im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

Weitere Informationen:
http://www.wiko-greifswald.de

Dipl.-Biologin Elke Reinking, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Dipl.-Biologin Elke Reinking, Tel.: 038351 / 7 - 1244, Fax: 38351 / 7 - 1226, eMail: elke.reinking@fli.bund.de
02.04.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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