• Kongresse [+]
  • Thomas Schönemann

IQWiG

IQWiG lädt ein zum Herbst-Symposium 2015

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. © Foto: IQWiG
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. © Foto: IQWiG

Daten aus der "Versorgungsrealität": Was zeichnet solche Daten eigentlich aus und welchen konkreten Beitrag könnten sie für die Nutzenbewertung liefern? Welche Anforderungen wären zu stellen, wenn man von diesen Daten valide Aussagen erwartet? Ist es vertretbar, mit Verweis auf spätere Daten aus der "Real World" die Zulassung von Arzneimitteln vorzuverlegen und auf eine schwächere Evidenzbasis zu stützen? Auf dem diesjährigen Herbst-Symposium stehen diese Fragen im Mittelpunkt.

Nutzenbewertungen von medizinischen Maßnahmen sollen die Frage beantworten: Welchen Nutzen und womöglich Schaden bringt die Anwendung für Patientinnen und Patienten? Immer wieder wird gefordert, neben den Ergebnissen aus „künstlichen“, randomisierten kontrollierten Studien auch Daten aus der „Versorgungsrealität“ (Real World) dafür heranzuziehen. Naheliegende Fragen folgen daraus: Was zeichnet solche Daten eigentlich aus und welchen konkreten Beitrag könnten sie für die Nutzenbewertung liefern? Welche Anforderungen wären zu stellen, wenn man von diesen Daten valide Aussagen erwartet? Ist es vertretbar, mit Verweis auf spätere Daten aus der „Real World“ die Zulassung von Arzneimitteln vorzuverlegen und auf eine schwächere Evidenzbasis zu stützen?

Auf dem diesjährigen Herbst-Symposium stehen diese Fragen im Mittelpunkt: Internationale und nationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesundheitssystemen stellen ihre Antworten auf diese Fragen zur Diskussion.

Real World Data – ein Gewinn für die Nutzenbewertung?
Am 27. November befasst sich Matthias Augustin vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit der grundsätzlichen Frage: Brauchen wir Real World Data für die Nutzenbewertung? Monika Klinkhammer-Schalke vom Tumorzentrum Regensburg und Rolf Lefering von der Universität Witten-Herdecke blicken genauer auf verschiedene Registerdaten. Möglichkeiten und Fallstricke bei der Verwendung von Routinedaten für die Nutzenbewertung stellt Thomas Mansky von der TU Berlin vor. Gerd Antes vom Deutschen Cochrane Zentrum hinterfragt das Konzept, das hinter der Forderung nach Real – oder gar Big – Data liegt.

Am zweiten Tag, 28. November, stellt Hans-Georg Eichler von der EMA das Konzept der „Adaptive Pathways“ vor. Ob Routinedaten unzureichende Evidenz kompensieren können, beschreibt Elisabeth George vom NICE. Dieter Paar von Sanofi-Aventis sieht in der früheren Zulassung von Arzneimitteln eine Chance für Patienten, während Bernd Mühlbauer vom Klinikum Bremen Mitte, Vorstandsmitglied der AkdÄ, auf deren Gefahren für Patienten eingeht.

Interessierte können sich bis zum 06.11.2015 für diese kostenlose Veranstaltung anmelden. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Pressemitteilung IQWiG
Dr. Anna-Sabine Ernst, Tel.: 0221 / 35685 153, Fax: 0221 / 35685 833, eMail: anna-sabine.ernst@iqwig.de
03.09.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück