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Uniklinikum Jena

Krebserkrankungen der Frau frühzeitig erkennen und heilen

Oberärztin Dr. Cornelia Scheungraber von der Jenaer Frauenklinik ist Expertin für das Erkennen von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. Foto: UKJ / Schroll
Oberärztin Dr. Cornelia Scheungraber von der Jenaer Frauenklinik ist Expertin für das Erkennen von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. Foto: UKJ / Schroll

Jenaer Uni-Frauenklinik veranstaltet am 14. Januar 2017 im Planetarium Jena das 13. Neujahrs-Symposium. dabei tauschen sich international renommierte Experten über den wissenschaftlichen Durchbruch der Präzisionsmedizin bei Brustkrebs und Beckentumoren aus.

Jährlich werden etwa 2000 Patientinnen an das erste in Deutschland zertifizierte Dysplasiezentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) überwiesen, damit Krebsvorstufen am Gebärmutterhals abgeklärt und entfernt werden. Bei der Früherkennung im Jenaer Dysplasiezentrum der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe findet eine Untersuchung statt, die Kolposkopie genannt wird. „Bei diesem gynäkologischen Untersuchungsverfahren kommt Jenaer Optik-Technologie zum Einsatz. Es wird ein spezielles Mikroskop verwendet, um auffällige Befunde aus Vorsorgeuntersuchungen abzuklären“, erklärt Prof. Dr. Ingo Runnebaum, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am UKJ.

Die Jenaer Frauenklinik hat etwa 1000 Gynäkologen in Erkennung und Abklärung von Krebsvorstufen ausgebildet. Der zweitägige 15. Kolposkopiekurs für Fortgeschrittene leitet traditionell das Neujahrssymposium für gynäkologischen Onkologie und Senologie ein, das in diesem Jahr am 14. Januar 2017 im Zeiss-Planetarium Jena von der Jenaer Frauenklinik und dem UniversitätsTumorCentrum veranstaltet wird. Der Veranstaltungsort wird 2017 im Guinness Buch der Rekorde geführt und ist eine Hommage an Carl Zeiss und seinen 200. Geburtstag. Niedergelassene Ärzte, Klinikärzte und insbesondere junge ärztliche Kollegen sind eingeladen. Neben 150 Spezialisten aus Thüringen und seinen Nachbarländern werden auch Experten aus den USA erwartet, die neueste internationale Entwicklungen darlegen.

Prof. Runnebaum zum Anliegen des Kongresses: „Das Neujahrssymposium haben wir als Plattform etabliert, die einen Dialog zwischen wissenschaftlichen Top-Experten und Frauenärztinnen und Frauenärzten in Praxen und Krankenhäusern in Deutschland zur Behandlung der häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen der Frau herstellt. 50 Prozent aller Krebserkrankungen der Frau fallen in das Gebiet Frauenheilkunde."

Bei Vorträgen und Workshops werden sich die Teilnehmer über praxisrelevante Innovationen bei Brustkrebs und die Jenaer Verfahren zur ästhetischen Brustchirurgie sowie gynäkologische Beckentumoren und die Roboter-unterstützte minimalinvasive Chirurgie an der Frauenklinik Jena austauschen. Ergebnisse des San Antonio Breast Cancer Symposiums werden ebenfalls vorgestellt.

„Der Kolposkopiekurs für Fortgeschrittene am 12. und 13. Januar führt zum offiziell anerkannten Diplom der Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und knüpft an den Basiskurs vom Januar 2016 an“, so Oberärztin Dr. Cornelia Scheungraber, Leiterin des Dysplasiezentrums an der Jenaer Frauenklinik. Der Kurs findet zum letzten Mal im historischen Hörsaal der Frauenklinik statt. Die Klinik zieht bald nach 110 Jahren mit seiner gesamten High-Tech-Ausstattung in den Neubau in Jena-Lobeda.

Termine im Überblick:
13. Neujahrssymposium
der gynäkologischen Onkologie und Senologie
14. Januar 2017
Zeit: 8.00 – 14.30 Uhr
Ort: Zeiss-Planetarium Jena

15. Jenaer Kolposkopiekurs für Fortgeschrittene
12. und 13. Januar 2017

Kontakt:
Prof. Dr. Ingo Runnebaum
Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin, Leiter des zert. Interdisziplinären Brustzentrums und des zert. Gynäkologischen Krebszentrums
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 933063
E-Mail: direktion-gyn.@med.uni-jena.de

Weitere Informationen:
http://www.frauenheilkunde-jena.de
http://www.neujahrssymposium.de

Pressemitteilung UKJ
Anke Schleenvoigt, Redakteurin, Universitätsklinikum Jena, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, 07743 Jena, Tel.: 03641 / 934610, Fax: 03641 / 933322, E-Mail: Anke.Schleenvoigt@med.uni-jena.de
06.01.2017
22.06.2017, 11:21 | tsc
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