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Universität Witten/Herdecke

Zur Bedeutung der Zeit in der Medizin

Prof. Dr. Peter F. Matthiessen. © Universität Witten/Herdecke
Prof. Dr. Peter F. Matthiessen. © Universität Witten/Herdecke

Ärzte nehmen sich zu wenig Zeit! – so lautet ein in der Bevölkerung oft erhobener Vorwurf. Bei der Schilderung seiner Beschwerden wird der Patient oder die Patientin statistisch gesehen nach 16 Sekunden vom Arzt unterbrochen. Der Fragestil der Ärzteschaft ist häufig inquisitorisch. Ausführungen des Patienten werden in der Regel aus Zeitmangel nicht zugelassen oder nicht entsprechend gewürdigt.

Grund genug, der Frage nach der Rolle der Zeit in der Medizin nachzugehen, findet Prof. Dr. Peter F. Matthiessen, Sprecher des Dialogforums Pluralismus in der Medizin.

Prof. Matthiessen, der an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke im Zentrum für Integrative Medizin den Arbeitsbereich Methodenvielfalt verantwortet, hat zum Umgang mit der Zeit ein Symposium organisiert. „Zur Bedeutung der Zeit in der Medizin“ findet vom 10. bis 11. Februar 2017 im Haus der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Berlin statt. http://www.dialogforum-pluralismusindermedizin.de

Neben der Frage, was angemessene Zeiträume in einer guten Patient-Arzt-Beziehung sind, stehen auf dem Tagungsprogramm unter anderem die Themen: Das Zeiterleben in Gesundheit und Krankheit; Der Zeitbedarf von Gesundungs- und Heilungsvorgängen; Medizin in Bezug auf das Lebensalter des Menschen; Zeit in Palliativsituationen.

Zum Team der Referentinnen und Referenten gehört auch Prof. Dr. Tobias Esch, Inhaber der UW/H-Professur für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung. Er stellt sein Projekt für eine transparente Arzt-Patienten-Kommunikation „Open Notes“ im Hinblick auf seine zeitlichen Erfordernisse vor.

„Das Symposium ist so ausgelegt“, sagt Prof. Matthiessen, „dass ein dialogorientierter Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich ist. Und dafür packen wir uns an die eigene Nase und nehmen uns einfach die Zeit, die notwendig ist.“

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Peter F. Matthiessen
Tel.: 02330 / 62 38 90 bzw. 02302 / 926-805/849
E-Mail: peter.matthiessen@uni-wh.de

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung. Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Weitere Informationen:
http://www.dialogforum-pluralismusindermedizin.de

Kay Groop, Pressestelle, Universität Witten/Herdecke
Kay Groop, Referent, Tel.: 02302 / 926-848, Fax: 02302 / 926-803, E-Mail: kay.gropp@uni-wh.de
09.01.2017
22.06.2017, 11:21 | tsc
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