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  • Thomas Schönemann

Prof. Dr. Ines Gockel

Chirurgin übernimmt als dritte Frau in Deutschland eine viszeralchirurgische Uniklinik

Neu am UKL: Viszeralchirurgin Prof. Dr. Ines Gockel. © Foto: privat
Neu am UKL: Viszeralchirurgin Prof. Dr. Ines Gockel. © Foto: privat

Prof. Dr. Ines Gockel trat zum 1. Oktober die Nachfolge von Prof. Johann Hauss auf dem Lehrstuhl für Viszeralchirurgie an und übernimmt als geschäftsführende Direktorin die Leitung der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Ines Gockel ist damit eine von nunmehr drei Frauen, die eine viszeralchirurgische Universitätsklinik leiten.

Die 45-jährige Fachärztin für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie mit Schwerpunkt auf minimal-invasiven viszeralchirurgischen Eingriffen bei Krebserkrankungen ist seit Jahren erfolgreich in der Männerdomäne Chirurgie. Sie wechselt von der Universitätsmedizin Mainz nach Leipzig. In Mainz hat die Spezialistin für die Chirurgie des Magen-Darm-Traktes unter anderem das Kompetenzzentrum für Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes geleitet und war geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Allgemein,- Viszeral- und Transplantationschirurgie.

Zusätzlich hat die erfahrene Operateurin ein MBA-Studium „International Hospital und Healthcare Management“ in Frankfurt und Montréal, Kanada, absolviert. Am New Westminster College in Vancouver, Kanada, ist Prof. Gockel zudem als Vizepräsidentin sowie als Professorin für „Ethical Leadership“ tätig.

Prof. Ines Gockel ist Autorin zahlreicher hochrangiger wissenschaftlicher Arbeiten, darunter in diesem Jahr einer Publikation als Erstautorin in der renommierten Zeitschrift „Nature Genetics“. Im Juli dieses Jahres wurde Ines Gockel in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.

In ihrer klinischen Forschungsarbeit widmete sich Prof. Ines Gockel u.a. molekulargenetischen Analysen der Krankheiten von Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt, insbesondere dem Barrett-Ösophagus und -Krebs. „Der Barrett-Krebs ist eine Erkrankung der Speiseröhre, deren Häufigkeit im Vergleich zu allen anderen Krebsarten drastisch zunimmt und zu deren Entstehung und Ursachen wir noch vergleichsweise wenig wissen“, so Prof. Ines Gockel. Sie leitet das Barrett-Konsortium, das sich die Erforschung der Ursachen zur Aufgabe gemacht hat und dessen Sitz sich nunmehr ebenfalls nach Leipzig verlagert.

Gleichzeitig zum 1. Oktober wandelt sich auch die Struktur der UKL-Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie: Analog zur kürzlich neu etablierten Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie gliedert sich die Klinik künftig in fünf Bereiche, vereint unter einem Klinikdach. „Mit diesen flachen, gleichberechtigten Führungshierarchien etablieren wir neue Strukturen in der Medizin, die den heutigen Anforderungen besser entsprechen als die althergebrachten“, sagt Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des UKL. Das Universitätsklinikum Leipzig übernimmt mit den Strukturänderungen eine Pionierrolle unter den Kliniken. „Wir sind überzeugt davon, dass moderne Medizin moderne Klinikstrukturen braucht“, so Fleig. „Andere Länder haben hier seit Jahren erfolgreiche Modelle etabliert, denen wir nicht länger nachstehen wollen.“

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Pressemitteilung UKL
Helena Reinhardt, Pressesprecherin UKL, Tel.: 0341 / 97 15905, Fax: 0341 / 97 15906, eMail: helena.reinhardt@uniklinik-leipzig.de
05.11.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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