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Karl-Heinrich-Bauer-Medaille 2015

Krebsgesellschaft ehrt Professor Dr. Wolfgang Tilgen für seine besonderen Verdienste

Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de
Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de

Der Dermato-Onkologe Professor Dr. Wolfgang Tilgen, Neckargemünd, wurde auf der Delegiertenversammlung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) mit der Karl-Heinrich-Bauer-Medaille 2015 ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung ehrt die DKG Wissenschaftler für ihre besonderen Verdienste in der Krebsmedizin und in der Deutschen Krebsgesellschaft.

Professor Tilgen, der 2009 emeritierte, war Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg an der Saar. Der Schwerpunkt seiner Forschung lag auf Fragestellungen zur Biologie von Tumorzellen in vitro und in Xenotransplantaten, ihrer Beeinflussung durch Chemo-/Immuntherapeutika sowie auf der Etablierung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren in der Dermatoonkologie. In der Zeit von 2002 bis 2008 gehörte er dem Vorstand der DKG an und ist Mitglied des erweiterten Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie in der DKG. Tilgen erkannte schon früh die Bedeutung der psychosozialen Krebsberatung: Als Vorsitzender der Saarländischen Krebsgesellschaft initiierte er die Gründung der ersten Krebsberatungsstelle der Saarländischen Krebsgesellschaft am Universitätsklinikum Homburg/Saar. Er engagierte sich in verschiedenen Gremien, unter anderem in der Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung“ im Rahmen des Nationalen Krebsplans. Seit 2011 vertritt Tilgen die DKG im „UV-Schutz-Bündnis“ des Bundesamtes für Strahlenschutz. Seit 2013 ist er Mitglied der Lenkungsgruppe und Zielesprecher der „Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs zur Umsetzung des Nationalen Krebsplans auf dem Gebiet der Dermatologie“. Tilgen hat außerdem den Vorsitz der Zertifizierungskommission Hautkrebs der DKG.

„Professor Tilgen setzt sich seit mehr als 20 Jahren mit ruhiger Beharrlichkeit in der Deutschen Krebsgesellschaft ein und hat durch sein verbindendes Engagement viel für eine bessere Krebsversorgung erreicht“, hob Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, anlässlich der Übergabe der Karl-Heinrich-Bauer-Medaille hervor.“

Die Karl-Heinrich-Bauer-Medaille

Mit dieser Auszeichnung möchte die Deutsche Krebsgesellschaft die Erinnerung an den bedeutenden Chirurgen Karl Heinrich Bauer, Ordinarius der Chirurgischen Klinik in Heidelberg und Gründer des Deutschen Krebsforschungszentrums, als großen Arzt und erfolgreichen Forscher auf dem Gebiet der Onkologie lebendig halten. Der Preis wird seit 1994 jährlich vergeben.

Die Deutsche Krebsgesellschaft

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) ist mit mehr als 7.200 Einzelmitgliedern das größte onkologische Expertennetzwerk im deutschsprachigen Raum. Ziel der fachübergreifenden Arbeit der DKG ist eine flächendeckende qualitätsgesicherte Versorgung und die Sicherstellung von Innovation in der modernen Krebsmedizin. Wichtige Säulen sind dabei die Organkrebszentren und Onkologischen Zentren, die die beteiligten Fachdisziplinen zu einer engen Kooperation verpflichten. Die DKG hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, durch Zertifizierung die Qualität der Krebsversorgung zu überprüfen, damit die Betroffenen sicher sein können, nach bestem Kenntnisstand behandelt zu werden. Mehr Informationen unter www.krebsgesellschaft.de

Pressemitteilung, Deutsche Krebsgesellschaft
Dr. Katrin Mugele, Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e. V., Tel.: 030 3229329-60, eMail: mugele@krebsgesellschaft.de
22.06.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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