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  • Thomas Schönemann

Dr. Chris Badenhorst

Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Greifswalder Institut für Biochemie

Dr. Chris Badenhorst (links) mit Prof. Dr. Uwe Bornscheuer. © Foto: Kilian Dorner, Universität Greifswald
Dr. Chris Badenhorst (links) mit Prof. Dr. Uwe Bornscheuer. © Foto: Kilian Dorner, Universität Greifswald

Der afrikanische Wissenschaftler Dr. Chris Badenhorst hat im Juli einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Institut für Biochemie begonnen. Im Team von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer setzt dabei seine Untersuchungen zu GLYAT fort, wobei er die hier etablierten Methoden des Protein-Engineerings nutzen wird, um Varianten dieses Enzyms zu entwickeln, die zur Behandlung der Fehlfunktionen der verschiedenen Krankheiten wie Krebs genutzt werden sollen.

Dr. Chris Badenhorst stammt aus Südafrika und hat an der Universität von Südafrika 2007 den Bachelor of Science in Biochemie und Mikrobiologie erworben, für den er als bester Bachelorabsolvent mit dem Merck-Preis ausgezeichnet wurde. Auch für sein anschließendes Masterstudium an der North-West University in Potchefstroom (Südafrika) wurde er als bester Absolvent mit einem Preis gewürdigt. Im Mai 2014 beendete er seine Promotion in Biochemie an derselben Universität. In seiner Dissertation befasste er sich mit einem besonders bedeutsamen menschlichen Enzym (GLYAT). Eine abnormale Funktion dieses Enzyms wird mit Krankheiten wie Krebs, Hepatitis, Diabetes, Übergewicht und Schizophrenie in Verbindung gebracht.

In der Arbeitsgruppe von Prof. Uwe Bornscheuer am Institut für Biochemie setzt er nun seine Untersuchungen zu GLYAT fort, wobei er die hier etablierten Methoden des Protein-Engineerings nutzen wird, um Varianten dieses Enzyms zu entwickeln, die zur Behandlung der Fehlfunktionen der verschiedenen Krankheiten wie Krebs genutzt werden sollen. „Ich habe mich aufgrund der herausragenden Expertise von Prof. Bornscheuer im interdisziplinären Gebiet der Biokatalyse und des Protein-Engineering und der exzellenten Laborausstattung am Institut für Biochemie für den Forschungsaufenthalt in Greifswald entschieden“, betont Chris Badenhorst. Prof. Bornscheuer freut sich, mit Dr. Badenhorst einen hochmotivierten und bestens ausgebildeten Mitarbeiter gewinnen zu können, der interessante Aspekte der medizinischen Forschung in seine Arbeitsgruppe einbringt.

Herr Badenhorst war sich bei Greifswald zunächst unsicher, „obwohl ich ursprünglich schon Bedenken hatte, in eine Kleinstadt im Zipfel Ostdeutschlands zu gehen – von der sogar viele Deutsche bislang nichts gehört hatten – kann ich ehrlich sagen, dass ich sehr glücklich bin mit meiner Entscheidung für Greifswald. Vom ersten Tag an fühlte ich mich sehr wohl und sowohl das Welcome Centre der Universität Greifswald als auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Bornscheuer waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen“.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung …
ermöglicht jährlich über 2.000 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 48 Nobelpreisträger.

Weitere Informationen
Institut für Biochemie http://tinyurl.com/ldycaf6
Lehrstuhl für Biotechnologie und Enzymkatalyse Greifswald http://tinyurl.com/pqvta35
Humboldt-Foundation http://www.humboldt-foundation.de/

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie
Arbeitskreis Biotechnologie und Enzymkatalyse
Felix-Hausdorff-Straße 4
17489 Greifswald
Tel.: 03834 / 86-4367
eMail: uwe.bornscheuer@uni-greifswald.de

 

Jan Meßerschmidt, Presse- und Informationsstelle, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Jan Meßerschmidt, Pressesprecher, Tel.: 03834 / 86-1150, Fax: 03834 / 86-1151, eMail: jan.messerschmidt@uni-greifswald.de
17.07.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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