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  • Denise Reimbold

Dr. Michal Levin

Humboldt-Forschungsstipendium für Nachwuchswissenschaftlerin der Universitätsmedizin Mainz

Univ.-Prof. Dr. Sven Danckwardt und Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf vom CTH freuen sich gemeinsam mit der frischgebackenen Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung, Dr. M. © Foto:  Barbara Hof-Barocke (Universitätsmedizin Mainz)
Univ.-Prof. Dr. Sven Danckwardt und Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf vom CTH freuen sich gemeinsam mit der frischgebackenen Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung, Dr. M. © Foto: Barbara Hof-Barocke (Universitätsmedizin Mainz)

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht Dr. Michal Levin vom Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) ein Forschungsstipendium. In ihrem geförderten Projekt wird Dr. Levin der Frage nachgehen, wie es zur Fehlregulation dieses zellulären Programms kommt. Darüber hinaus will sie herausfinden, wie diese Fehlregulation schädliche Auswirkungen im Rahmen der Tumorentstehung und anderer Krankheiten begünstigt.

Dr. Levin wird am CTH über die Regulation der sogenannten Transkriptomdiversität forschen. Das Transkriptom bezeichnet die Gesamtheit aller Boten-RNA-Moleküle, aus denen die Zelle Eiweißmoleküle herstellt. Konkret will die Medizinerin herausfinden, wie es zur Fehlregulation eines zellulären Programms kommt, das bei nahezu allen zellulären Prozessen eine bedeutende Rolle spielt: die dynamische alternative Polyadenylation. Erkenntnisse auf diesem Gebiet tragen zum Verständnis zahlreicher Krankheitsprozesse bei.

Die gebürtige Israelin Michal Levin arbeitet seit kurzem als Postdoktorandin im Labor von Univ.-Prof. Dr. Sven Danckwardt am CTH der Universitätsmedizin Mainz. Sie beschäftigt sich mit den Signalmechanismen der dynamischen alternativen Polyadenylation. Dieser weitverbreitete und bislang kaum verstandene Mechanismus spielt bei nahezu allen untersuchten zellulären Prozessen eine bedeutende Rolle. Signalstörungen treten vor allem bei Tumorerkrankungen, aber auch bei Entzündungsprozessen, der Immunmodulation (Beeinflussung des Immunsystems durch pharmakologisch wirksame Stoffe) und Seneszenz (programmierter Wachstumsstopp) auf.

In ihrem von der Humboldt-Stiftung geförderten Projekt wird Dr. Levin der Frage nachgehen, wie es zur Fehlregulation dieses zellulären Programms kommt. Darüber hinaus will sie herausfinden, wie diese Fehlregulation schädliche Auswirkungen im Rahmen der Tumorentstehung und anderer Krankheiten begünstigt.

„Damit fördert die Alexander von Humboldt-Stiftung ein Projektvorhaben mit enormer Bedeutung für das Verständnis zahlreicher Krankheitsprozesse und setzt einen weiteren Stimulus für die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit am CTH“, unterstreicht der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.
„Es ist schön zu sehen, wie junge, talentierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen durch das Einwerben von Drittmitteln auf den Weg zur wissenschaftlichen Unabhängigkeit gebracht werden“, sagt der Wissenschaftliche Direktor des CTH, Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf, der sich sehr über den Erfolg seiner Mitarbeiterin freut. „Durch das Humboldt-Stipendium kann sich Dr. Levin ganz ihren eigenen Forschungsideen widmen und an deren Umsetzung arbeiten.“

Das renommierte Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden wird an überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem Ausland vergeben, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen und ihre Promotion vor nicht mehr als vier Jahren abgeschlossen haben. Mit dem Humboldt-Forschungsstipendium haben Postdoktoranden die Möglichkeit, ein selbst gewähltes, langfristiges Forschungsvorhaben in Kooperation mit einem wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen.

Kontaktdaten:

Magnus Gees
Verwaltungsdirektor
CTH - Centrum für Thrombose und Hämostase Mainz
Universitätsmedizin Mainz
Tel.: 06131 / 17-6250
eMail: magnus.gees@unimedizin-mainz.de

Über das CTH

Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) wird als Modellzentrum zur verbesserten Integration von Ausbildung, Forschung und Patientenversorgung unter einem translationalen Fokus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF 01EO1003) im Rahmen des nationalen Programm „Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB)“ gefördert. Im CTH-Konzept wird die Schnittstelle zwischen Patientenbehandlung und Forschung neu definiert und so die Voraussetzung für Innovationen in der Gesundheitsversorgung geschaffen. Die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und umgekehrt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Umgekehrt sollen klinische Beobachtungen als Anregung und Rückkoppelung direkt in die Grundlagenforschung einfließen.

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

 

Oliver Kreft, Vertretung der Leitung Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Magnus Gees, Verwaltungsdirektor CTH - Centrum für Thrombose und Hämostase Mainz, Universitätsmedizin Mainz, Tel.: 06131/17-6250, eMail: magnus.gees@unimedizin-mainz.de
10.02.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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