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Rückenschmerz durch Brustkrebs - Neue Therapie erlöst Patientinnen von Metastasen an der Wirbelsäule

Patientinnen mit Metastasen an der Wirbelsäule leiden oftmals unter starken Rückenschmerzen. © Foto: Wadi-Art / pixelio.de
Patientinnen mit Metastasen an der Wirbelsäule leiden oftmals unter starken Rückenschmerzen. © Foto: Wadi-Art / pixelio.de

In Deutschland erkrankt jede neunte Frau mindestens einmal im Leben an Brustkrebs. Damit stellt das sogenannte Mammakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Streuen die bösartigen Tumore weiter, entstehen Metastasen, die sich bei Brustkrebs in 80 Prozent der Fälle im Wirbelkörper befinden. Patientinnen leiden daher oftmals unter starken Rückenschmerzen.

Im schlimmsten Fall treten Taubheitsgefühle oder gar Querschnittslähmungen auf. „Um Patienten von schmerzhaften Wirbelkörpertumoren zu befreien, behandeln wir sie mit einem neuartigen Verfahren namens Spinale Tumor Ablation durch Radiofrequenzenergie, kurz STAR™ Ablation genannt“, erklärt Dr. Hans Goost, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Wermelskirchen. „Dabei zerstört Radiofrequenzenergie die gefährlichen Wirbelmetastasen punktuell und entstandene Hohlräume lassen sich im selben Schritt mit einem speziellen Knochenzement wieder auffüllen.“ Brustkrebspatientinnen müssen so die lebensnotwendige Chemotherapie nicht aussetzen und Krankenkassen übernehmen die Kosten für den minimalinvasiven Eingriff, der nur wenige Minuten dauert.

Begleiterscheinungen schwächen den Körper

Liegt ein metastasierendes Mammakarzinom vor – also Brustkrebs, der bereits in andere Körperregionen streut –, kommen sogenannte Zytostatika zum Einsatz. Mit dieser Substanz lässt sich das Wachstum von Tumorzellen und somit die Metastasenbildung hemmen oder verzögern. Da Tochtergeschwulste bei Brustkrebs häufig den Knochen befallen, leiden Patientinnen außerdem unter gestörten Auf- und Abbauprozessen. In der Folge kommt es daher zu spontanen Brüchen, die meist ohne erkennbare Ursache auftreten und den gesamten Körper schwächen. Baut sich viel Knochensubstanz ab, gelangt Calcium ins Blut, das in hoher Dosis den Stoffwechsel – vor allem Herz und Nieren – negativ beeinflusst. Um ihr Skelett zu stärken, erhalten Frauen daher zusätzlich sogenannte Bisphosphonate.

Keine Chance für Wirbelsäulenmetastasen

Lagern sich Metastasen am Rücken ein, greifen sie die kleinen Wirbelkörper an. In der Folge leiden viele Betroffene unter starken Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Bisher galt die operative Entfernung dieser Fremdkörper als unbefriedigend. Denn anatomisch komplexe Strukturen im rückenmarksnahen Bereich erforderten oft mehrere Operationen, die eine zusätzliche Belastung für Patienten darstellten. Auch die Chemotherapie setzte für diese Zeit aus. „Die STAR™ Ablation ermöglicht uns nun, unsere Patienten minimalinvasiv und schonend von ihren Tumorbeschwerden im Knochen zu befreien“, erklärt Dr. Goost. „Unter Lokalanästhesie führen wir über einen minimalinvasiven Zugang ein navigierbares System an das Krebsgeschwür heran und zerstören dies mittels Hitze. Während des Eingriffs kontrollieren wir die Temperatur im Inneren des Wirbelkörpers genauestens, sodass sensible umliegende Strukturen geschützt bleiben.“ Sofern notwendig, lässt sich der entstandene Hohlraum anschließend mit einem sehr zähflüssigen Knochenzement wieder auffüllen. Durch die schonende Vorgehensweise stellt sich eine sofortige Schmerzreduktion ein und die Lebensqualität von Betroffenen erhöht sich innerhalb weniger Tage.

2004 wurde DFine Inc. in San José, Kalifornien, USA, gegründet, im Jahr 2008 dann das Tochterunternehmen DFine Europe GmbH mit Sitz in Mannheim. Seinen Fokus legt das technologiebestimmte Unternehmen auf die Erforschung, die Entwicklung und den Vertrieb von Medizinprodukten, die Radiofrequenz-Energie und im Knochen navigierbare Instrumente zur Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule nutzen.

Das innovative StabiliT® Vertebral Augmentation System setzt als Weiterentwicklung der herkömmlichen Kyphoplastie in der Zementaugmentation Maßstäbe bei der Behandlung von Wirbelkörperfrakturen osteoporotischer, onkologischer und traumatischer Herkunft. Ziel der fortschrittlichen Methode ist eine höhere Sicherheit mit weniger Zementaustritten als bei bisherigen Verfahren durch gezieltes Anlegen kleiner Kavitäten im Knochen und gesteuerte Zementabgabe. Gleichzeitig verkürzt sich die Operationszeit. Angestrebt ist eine Wirbelkörperaufrichtung durch ultra-hochviskösen Knochenzement, der mit Hilfe von Radiofrequenzenergie aktiviert wird.

Ein ganz neues Verfahren ist das neue STAR® Ablationssystem zur Behandlung von Knochentumoren, das in den USA zugelassen ist und das nach Abschluss der Mainzer Studie zur europäischen Zulassung eingereicht wird. Dieses weltweit erste Verfahren der Tumorablation im Knochen setzt Maßstäbe in der onkologischen Behandlung von Tumoren im Bewegungsapparat.

DFine Europe GmbH expandiert ständig, ist auf allen wichtigen Fachmessen und Kongressen vertreten und betreut zahlreiche Kunden in Deutschland, Europa und im außereuropäischen Ausland. Ein wesentliches Ziel des Unternehmens ist die dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität von Patienten.

Pressemitteilung DFine Europe GmbH / Borgmeier Public Relations
Borgmeier Public Relations, Silke Traxler, Lange Str. 112, 27749 Delmenhorst, Tel.: 04221 / 9345-333, Fax: 04221 / 15 20 50, eMail: traxler@borgmeier.de
14.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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