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  • Thomas Schönemann

Melanie Huml

Bayern baut Versorgung krebskranker Kinder aus

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml engagiert sich auch in der Prävention von Krebserkrankungen. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml engagiert sich auch in der Prävention von Krebserkrankungen. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayern baut die Versorgung krebskranker Kinder kontinuierlich aus. Darauf verwies Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages (15. Februar). Sie betonte: "Die Überlebensraten krebskranker Kinder haben sich in den vergangenen Jahren sehr verbessert und liegen mittlerweile bei 75 Prozent. Dennoch ist Krebs weiter die häufigste tödliche Krankheit bei Kindern und Jugendlichen nach dem Säuglingsalter.

"So sind im Jahr 2013 in Bayern 41 Kinder unter 15 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben." Huml, die selbst Ärztin ist, unterstrich: "Der Freistaat setzt sich intensiv dafür ein, dass krebskranke Kinder wieder gesund werden können und die gleichen Zukunftschancen wie andere Kinder bekommen. Die akutstationäre Versorgung von Krebskranken wird in Bayern durch eine ausreichende Zahl leistungsfähiger Krankenhäuser sichergestellt. Die überwiegende Zahl krebskranker Kinder und Jugendlicher wird in kinder-onkologischen Zentren behandelt. Sieben der bundesweit größten Zentren liegen in Bayern."

Die Ministerin fügte hinzu: "Die lebensbedrohliche Krankheit und die Behandlung sind nicht nur für das kranke Kind sehr belastend, sondern auch für dessen ganze Familie. Aus diesem Grund rate ich Familien, nach der stationären Versorgung in der Akutklinik Leistungen der Krankenkassen für familienorientierte Reha-Maßnahmen aktiv in Anspruch zu nehmen."

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert zudem den Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung krebskranker Kinder. So hat Bayern 2009 das bundesweit erste Konzept zur Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Ende 2015 soll im Freistaat eine Palliativstation speziell für Kinder eröffnet werden: Am Klinikum Großhadern wird derzeit ein Kinderpalliativzentrum gebaut. Es wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit 100.000 Euro gefördert.

Das Zentrum wird eng mit den ambulanten Palliativteams, dem Kinderhospiz in Bad Grönenbach und den ambulanten Kinderhospizdiensten zusammenarbeiten. Für die ambulante Palliativversorgung unterstützt das Gesundheitsministerium Teams der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) während der Aufbauphase mit 15.000 Euro. In Bayern gibt es derzeit vier SAPV-Teams (München, Erlangen/Nürnberg, Amberg und Augsburg) speziell für Kinder und Jugendliche.

Im Jahr 2012 sind in Bayern 213 Kinder neu an Krebs erkrankt. Erfreulich ist, dass die Zahl der Krebsneuerkrankungen bei Kindern im Freistaat seit 2009 von 264 Fällen um über 19 Prozent gesunken ist. Im Zeitraum zwischen 2003 und 2012 sind in Bayern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit insgesamt 2.479 Mädchen und Buben im Alter bis 15 Jahren an Krebs neu erkrankt. Die häufigsten Krebserkrankungen bei den jungen Patienten sind Leukämien. Sie machen gut ein Drittel der Neuerkrankungen aus.

Im genannten Zeitraum waren 472 Buben und 362 Mädchen im Freistaat neu an Leukämie erkrankt. An zweiter Stelle folgen Krebserkrankungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems mit 16 Prozent (226 Buben und 168 Mädchen).

 

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
15.02.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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