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  • Thomas Schönemann

Kümmererprojekt

Bessere Zusammenarbeit bei der Versorgung krebskranker Patienten

Übergabe des Förderbescheides. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Übergabe des Förderbescheides. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt auf eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Versorgung krebskranker Patienten insbesondere auf dem Land. Deshalb fördert die Ministerin ein Modellprojekt des Münchner Klinikums Großhadern und des Onkologisch-Palliativmedizinischen Netzwerks Landshut.

Huml betonte am Dienstag anlässlich der Übergabe des Förderbescheids in München: "Durch die Kooperation ambulanter und stationärer Strukturen kann die Behandlung und Betreuung von Krebs-Patienten besser abgestimmt werden. Diese sektorenübergreifende Zusammenarbeit begrüße ich sehr."

Der Titel der Initiative lautet "Onko-Nexus: Ein bayerisches Kümmererprojekt". Dabei arbeitet das Klinikum Großhadern als stationäres Schwerpunktklinikum eng mit einer ambulanten onkologischen Schwerpunktpraxis in Landshut zusammen. Zum Beispiel durch den Wechsel von Personal zwischen dem Universitätsklinikum und den Praxen der niedergelassenen Ärzte wird der Wissenstransfer gefördert.

Huml erläuterte: "Es geht darum, die Versorgung zum Wohle des Patienten zu verbessern und eine Behandlung aus einem 'Guss' anzubieten. Durch die Rotation von Assistenzärzten des Klinikums Großhadern können diese in Landshut die onkologische Praxis vor Ort kennenlernen. Hier können sie die Problemerkennung erlernen und Therapien abstimmen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Im Gegenzug profitieren die niedergelassenen Ärzte von neuen medizinischen Erkenntnissen aus der Universität. Dieser Wissenstransfer kommt in erster Linie den Patienten zugute und trägt außerdem dazu bei, mühsame Fahrtwege aus der Region an die Universitätsklinik zu vermeiden."

Huml unterstrich: "Das Rotationsprogramm trägt nicht nur zu einem besseren Informationsaustausch bei. Über den Austausch lernen die jungen Ärzte auch die Arbeit in der ländlichen Region kennen. Für den ein oder anderen kann daraus eine attraktive berufliche Perspektive als Landarzt entstehen."

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt im Rahmen des Förderprogramms zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung als innovatives medizinisches Versorgungskonzept mit insgesamt 73.200 Euro.

Das Programm umfasst neben der Unterstützung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte auch die Niederlassungsförderung von Haus- und Fachärzten mit bis zu 60.000 Euro. Psychotherapeuten können unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten. Zu dem Förderprogramm gehört auch die Vergabe von Stipendien an Medizinstudierende, die bereit sind, ihre Facharztausbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und danach mindestens fünf Jahre dort tätig zu werden.

Mehr Informationen zum Förderprogramm unter http://www.aerzteportal.bayern.de/fachinformationen/foerderprogramm/niederlassung_hausaerzte-_aendl_raum.htm 

Ergänzende Informationen zum Titelbild:
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat für das Modellprojekt des Münchner Klinikums Großhadern und des Onkologisch-Palliativmedizinischen Netzwerks Landshut einen Förderbescheid übergeben. Auf dem Bild zu sehen sind (von links): Dr. Ursula Vehling-Kaiser, Staatsministerin Melanie Huml und Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
23.02.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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