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Minister Meyer

EU-Schulobst- und -gemüseprogramm erfolgreich in Niedersachsen angelaufen

Bündnis 90-Die Grünen Pressefoto Christian Meyer 2013. © Foto: Bündnis 90/Die Grünen - http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/service/pressefotos.html. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons
Bündnis 90-Die Grünen Pressefoto Christian Meyer 2013. © Foto: Bündnis 90/Die Grünen - http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/service/pressefotos.html. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule „Am Stöckener Bach" in Hannover freuten sich wieder über die Lieferung von frischem Obst und Gemüse. Darunter waren Äpfel, Möhren, Weintrauben, Bananen und Mini-Snackgurken. Die Grundschule in Hannover nimmt seit diesem Monat am EU-Schulobst- und -gemüseprogramm teil.

Dreimal wöchentlich wird das vorbereitete Obst und Gemüse gemeinsam im Klassenraum verzehrt. „Unser Ziel ist es, Kinder für eine ausgewogene Ernährung zu begeistern - am besten frisch und saisonal. Die Kinder lernen die bunte Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten kennen und erfahren dabei, wo ihr Essen herkommt und wie es angebaut wird", sagte Landwirtschafts-minister Christian Meyer, der sich vor Ort ein Bild von der Umsetzung des Programms machte und mit den Kindern über ihre Lieblingssorten bei Obst und Gemüse sprach.

Mit dem EU-Programm haben in diesem Schuljahr 628 Grund- und Förderschulen in Niedersachsen erstmalig die Möglichkeit, ihren Schülerinnen und Schülern eine Extraportion Vitamine und Mineralstoffe anzubieten und ein positives Ernährungsverhalten im Schulalltag zu fördern. Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm schreibt vor, dass alle beteiligten Schulen ernährungspädagogische Begleitmaßnahmen durchführen. Hierzu zählen neben einem gesunden Schulfrühstück in der Klassengemeinschaft auch der Besuch eines Bauernhofes oder eines außerschulischen Lernortes. Das Land wird allen am EU-Schulobstprogramm teilnehmenden Schulen ein Exemplar der Broschüre des AID-Infodienstes „Für Gemüseforscher und Obstdetektive" kostenfrei zur Verfügung stellen. „Die neue Infobroschüre ist speziell für die Begleitung von Schulobstprogrammen entwickelt worden und enthält praktische und theoretische Module zur Ernährungsbildung in der Grundschule", so Minister Meyer bei der Übergabe der Lehrmaterialien an die Schule.

Insgesamt erhalten mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen über das Förderprogramm dreimal pro Woche eine kostenlose Portion (100 g) Obst und/oder Gemüse. Aktuell sind mehr als 160 Lieferanten zugelassen. Insgesamt haben bereits mehr als 480 teilnehmende Schulen in den letzten Wochen eine Liefervereinbarung geschlossen und erhalten in der Regel bereits frisches Obst und Gemüse.

Im Rahmen der Liefervereinbarungen konnten die Schulen auswählen, ob sie Produkte aus konventionellem oder biologischem Anbau beziehen wollen und den Starttermin nach Schuljahresbeginn abstimmen. Bisher haben sich von den gut 480 teilnehmenden Schulen mit Liefervertrag mehr als 70 Prozent ausschließlich für ökologisch angebautes Obst- und Gemüse entschieden. Knapp 15 Prozent entschieden sich für konventionelles Obst- und Gemüse. Weitere 15 Prozent für sowohl konventionelle wie ökologische Ware.

Minister Meyer freute sich, dass die Schulen die Wahlfreiheit haben und das Schulobstprogramm auf eine so gute Resonanz stößt: „Es kennt nur Gewinner. Wir fördern damit nicht nur die gesunde Ernährung von Kindern und die Bildung für Nachhaltigkeit sondern auch den Absatz regionaler, konventionell oder ökologisch erzeugter Lebensmittel. Niedersachsen ist sowohl im konventionellen wie im Öko-Bereich Deutschlands Obstland Nr. 1. Auch deshalb war eine Teilnahme am EU-Schulobstprogramm überfällig."

Hintergrund:

Die Abgabe von Obst und Gemüse wird zu 75 Prozent aus EU-Mitteln und zu 25 Prozent aus Landesmitteln finanziert. Insgesamt kann im Zeitraum 15. September 2014 bis 23. Juli 2015 nach vorläufigem Stand die Abgabe an Kinder im Grundschulalter mit rund 3.670.000 € gefördert werden.

Zielgruppe des Schulobst- und -gemüseprogramms in Niedersachsen sind Kinder in Grundschulen mit den Klassen 1 bis 4 und Förderschulen mit den Klassen 1 bis 6. Dazu kommen noch die Landesbildungszentren mit den Klassen 1 bis 6 und die Schulkindergärten.

  1. Die ausgewählten Schulen bekommen für drei Schultage in der Woche pro Schülerin/Schüler 100 Gramm (Portion) Obst und/oder Gemüse.
  2. Lieferbedingungen wie Zeitpunkt, Ort und Häufigkeit der Lieferung werden mit den Schulen und Förderstätten individuell vereinbart.
  3. Die Verteilung und Aufteilung innerhalb der Klassen wird von den Schulen vorgenommen, sodass nur die Anlieferung zu erfolgen hat.
  4. Der Förderbetrag beträgt 30 Cent pro Portion für konventionell erzeugtes Obst oder Gemüse und 35 Cent pro Portion für biologisch erzeugtes Obst oder Gemüse.

Alle niedersächsischen Schulen, die in diesem Schuljahr am EU-Schulobst- und -gemüseprogramm teilnehmen, sind auf der Internetseite www.schulobst.niedersachsen.de veröffentlicht.

Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressestelle im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Tel.: 0511 / 120-2135/2136/2137, Fax: 0511 / 120-2382, eMail: pressestelle@ml.niedersachsen.de
09.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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