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  • Thomas Schönemann

G7 Dialogforum für Frauen

Frauen haben eine Schlüsselrolle im Gesundheitswesen

Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. © Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. © Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Frauen aus aller Welt aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zum G7-Dialogforum für Frauen für den 16. und 17. September nach Berlin eingeladen. Anlässlich dieses Dialogforums erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz: "Überall auf der Welt haben Frauen eine Schlüsselrolle im Gesundheitswesen."

"Sie kümmern sich um die Gesundheit in der Familie, sie sind in der Mehrheit die pflegenden Familienangehörigen und sie stellen als Arbeitnehmerinnen einen großen Teil der Arbeitskräfte im Gesundheitssektor."

Pflege findet - auch in Deutschland - in sehr vielen Fällen in der Familie statt: 62 Prozent der Deutschen, die pflegebedürftige Angehörige haben, kümmern sich selbst um die Betreuung. Rund 6 Millionen Menschen pflegen ihre Angehörigen zumindest teilweise selbst, zwei Drittel der Pflegenden sind Frauen. 67 Prozent der pflegenden Frauen fühlen sich stark oder sehr stark psychisch, 46 Prozent stark oder sehr stark körperlich belastet.

Annette Widmann-Mauz: "Das heißt für mich: Frauen riskieren ihre Gesundheit, um für die Gesundheit der anderen zu sorgen. Ich sehe es als unsere vorrangige Aufgabe, uns für diese Frauen einzusetzen. Es ist wichtig, diesen Frauen – und insbesondere den pflegenden Angehörigen, Wertschätzung und Unterstützung entgegenzubringen und ihren enormen Beitrag anzuerkennen."

Die Bundesregierung hat mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz die Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige ausgeweitet und die Leistungen der Pflegeversicherung flexibler ausgestaltet, so dass sie passgenauer in der konkreten Situation eingesetzt werden können. Damit steht auch mehr Geld für Betreuung zur Verfügung. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz, das aktuell vom Bundestag und Bundesrat beraten wird, wird die Unterstützung für die häusliche Pflege nochmals ausgeweitet, außerdem werden mehr pflegende Angehörige einen Anspruch auf Rentenversicherungsbeiträge erhalten als bisher.

"Ein weiteres Thema, das mir am Herzen liegt", so Annette Widmann-Mauz weiter, "ist die Mutter-Kind Gesundheit und insbesondere die Gesundheit von Neugeborenen und ihren Müttern. Weltweit, insbesondere in den Entwicklungsländern, sterben noch immer Säuglinge an Infektionen mit multiresistenten Keimen. Ursache sind oft schlechte Hygieneverhältnisse, aber auch Antibiotika-Resistenzen machen uns zunehmend Probleme. Deshalb müssen die nationalen und internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen abgestimmt und verstärkt werden. Die Weltgemeinschaft hat die Gefahr, die von multiresistenten Keimen ausgeht, erkannt. Es gilt nun, dieser globalen Bedrohung gemeinsam und entschlossen gegenüberzutreten. Denn nur wenn wir international an einem Strang ziehen, können wir die Gefahr eindämmen. Deshalb sind antimikrobielle Resistenzen ein Schwerpunktthema der deutschen G7-Präsidentschaft."

Pressemitteilung BMG - Bundesministerium für Gesundheit
Pressesprecherin Katja Angeli, BMG, Tel.: 030 / 18441-2442 oder -2225 (bundesweiter Ortstarif), eMail: pressestelle@bmg.bund.de
17.09.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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