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  • Thomas Schönemann

Keine Ausreden. Entscheide dich jetzt!

Neue Internet-Kampagne der Gesund­heits­mi­nis­terin zur Organ­spende

Huml startet neue Internet-Kampagne zur Organ­spende - (V.l. Chris Boettcher, Comedian und Organ­spender; Staats­mi­nis­terin Melanie Huml MdL). © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Huml startet neue Internet-Kampagne zur Organ­spende - (V.l. Chris Boettcher, Comedian und Organ­spender; Staats­mi­nis­terin Melanie Huml MdL). © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml hat eine neue Organ­spende-Kampagne im Internet gestartet. Huml betonte in München: "Organ­spende kann Leben retten. Mein Ziel ist es, dass sich auch möglichst viele junge Menschen mit diesem wich­tigen Thema befassen. Die neue Kampagne läuft unter dem Motto: ‚Keine Ausreden. Entscheide dich jetzt!‘

Denn es ist keine Lösung, nur darauf zu hoffen, dass man selbst nie als Organ­spender in Betracht kommt."

Für die Kampagne wurden Video­clips produ­ziert, die über die Voraus­set­zungen einer Organ­spende infor­mieren und sich auf humor­volle Weise gegen unbe­gründete Bedenken wenden. Mitge­wirkt haben der Stim­men­imi­tator Chris Boettcher und die Kaba­ret­tistin Sissi Perlinger sowie der Komiker Harry G und der YouTube-Star Joyce Ilg. Huml unter­strich: "Viele Menschen verdrängen das Thema Sterben. Klar ist aber: Wer zu Lebzeiten eine Entscheidung trifft und in einem Organ­spen­de­ausweis doku­men­tiert, kann seine Ange­hö­rigen in sehr schweren Stunden entlasten."

Die Minis­terin fügte hinzu: "Die neue Kampagne knüpft an unser Bündnis Organ­spende Bayern an, zu dem wir uns im März dieses Jahres mit rund 60 Insti­tu­tionen aus Politik, Wirt­schaft und Gesell­schaft zusam­men­ge­schlossen haben. Wir stellen in den Video­clips gängige Vorur­teile im Zusam­menhang mit Organ­spenden den Fakten gegenüber. Das soll zu einer sach­lichen Ausein­an­der­setzung mit dem Thema animieren und eine persön­liche Entscheidung erleichtern. Um verschiedene Ziel­gruppen anzu­sprechen, haben wir bewusst sehr unter­schied­liche Künst­le­rinnen und Künstler ausge­wählt."

Im Jahr 2015 hatte es 139 Organ­spender in Bayern gegeben. Das waren zwar 19 mehr als im Jahr davor, derzeit warten aber mehr als 1.500 schwer­kranke Menschen im Frei­staat auf ein neues Organ. In den ersten drei Monaten 2016 wurden laut vorläu­figen Zahlen in Bayern nur 26 Organ­spender regis­triert – das sind 21 weniger als im gleichen Vorjah­res­zeitraum.

Die Video­clips sind unter anderem auf der Online­plattform YouTube, beim sozialen Netzwerk Facebook sowie unter www.keine-ausreden.bayern zu finden. Ergänzt wird die Kampagne durch Anzeigen im Nach­rich­ten­ma­gazin "Focus" und in der Zeit­schrift "Bunte".

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
29.04.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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