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  • Thomas Schönemann

Bayern

Neuer palliativmedizinischer Dienst am Klinikum Nürnberg nimmt im Oktober Arbeit auf

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml verstärkt den Ausbau der Versorgung schwerstkranker Menschen im Freistaat. Huml verwies darauf, dass im Oktober ein neuer palliativmedizinischer Dienst am Klinikum Nürnberg die Arbeit aufnehmen wird. Sie betonte: "Eine umfassende Begleitung Schwerstkranker ist mir ein wichtiges Anliegen. Ziel der Palliativmedizin ist es, Schmerzen zu lindern sowie die Lebensqualität der Patienten soweit möglich zu erhalten und zu verbessern."

Die Ministerin fügte hinzu: "Mit dem neuen Angebot in Nürnberg wird die Versorgung schwerstkranker Menschen weiter verbessert. Am Klinikum wird es künftig zusätzlich zur bereits bestehenden Palliativstation an der Betriebsstätte Süd nun an der Betriebsstätte Nord eine mobile Einheit geben. Mit einem Team aus qualifizierten Ärzten, geschulten Pflegekräften und weiteren Fachkräften bietet der palliativmedizinische Dienst den Betroffenen fürsorgliche Begleitung und menschliche Nähe."

Das Klinikum Nürnberg hatte die Aufnahme des palliativmedizinischen Dienstes beantragt, um alle betroffenen Patienten entsprechend versorgen zu können. Dazu gab es jetzt einen positiven Bescheid des Ministeriums.

In den vergangenen Jahren sind in Bayern bereits wesentliche Strukturen in der Hospiz- und Palliativversorgung aufgebaut worden. Mit Blick auf die aktuelle Debatte zur Sterbehilfe betonte Huml: "Mit dem Ausbau einer humanen Kultur der Sterbebegleitung setzen wir ein wichtiges Signal: wir lassen schwerstkranke Menschen am Ende ihres Lebens nicht allein. Ich bin mir sicher, dass mit dieser Botschaft der Wunsch nach Sterbehilfe in der Bevölkerung geringer wird."

Derzeit gibt es an insgesamt 95 Krankenhäusern in Bayern stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. 48 Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation. 6 Krankenhäuser haben sowohl eine Palliativstation als auch einen palliativmedizinischen Dienst. 47 Krankenhäuser haben ausschließlich einen palliativmedizinischen Dienst.

Darüber hinaus sind im Freistaat insgesamt 36 Teams der spezialisierten ambulanten Versorgung (SAPV) für Erwachsene tätig - davon 18 im ländlichen Raum sowie 4 Teams für Kinder- und Jugendliche. In diesem Jahr stellt der Freistaat wieder insgesamt 100.000 Euro für die Anschubfinanzierung von SAPV-Teams zur Verfügung.

Der Freistaat unterstützt zudem den Ausbau stationärer Hospize mit bis zu 10.000 Euro pro Hospizplatz. Im stationären Bereich verfügt Bayern derzeit über 18 Hospize mit 180 Plätzen sowie ein stationäres Kinderhospiz im schwäbischen Bad Grönenbach.

Mehr Informationen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung finden Sie im Internet unter http://www.stmgp.bayern.de/palliativmedizin/spez_ambulant.htm

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
01.10.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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