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  • Thomas Schönemann

Barmherzige Schwestern Linz

Erstes international geprüftes Zentrum Österreichs

Jede Woche finden neun Tumorkonferenzen statt, in denen Spezialisten aus allen Fächern die individuelle Therapie für die Patientinnen und Patienten erarbeiten. © Foto: Vinzenz Gruppe.
Jede Woche finden neun Tumorkonferenzen statt, in denen Spezialisten aus allen Fächern die individuelle Therapie für die Patientinnen und Patienten erarbeiten. © Foto: Vinzenz Gruppe.

Die Barmherzigen Schwestern Linz setzen zum Weltkrebstag am 4. Februar 2014 als Onkologisches Leitspital in Oberösterreich ein besonderes Augenmerk auf Qualität und Transparenz der Leistungen. Das Zentrum für Tumorerkrankungen erhielt nun nach über einem Jahr Vorbereitung als erste Einrichtung in Österreich die Auszeichnung "Onkologisches Zentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft".

Die Schwerpunkte in der Patientenversorgung liegen auf Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs, Gynäkologische Tumorerkrankungen, Kopf-Hals-Tumoren, Magenkrebs, Prostatakrebs sowie Speiseröhrenkrebs.

Wenn ein Mensch an Krebs erkrankt, ändert sich das Leben oft schlagartig. Dies stellt auch Ärztinnen und Ärzte vor besondere Herausforderungen. Zudem führt der Fortschritt in der Krebsforschung zu einer zunehmenden Komplexität in Diagnose und Therapie. Vor diesem Hintergrund hat das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern das Zentrum für Tumorerkrankungen gegründet. Dieses Zentrum ist in seinen Strukturen speziell auf die Besonderheiten der Erkrankungen und die Bedürfnisse der Betroffenen und deren Familien ausgerichtet. Jede Woche finden neun Tumorkonferenzen statt, in denen Spezialisten aus allen Fächern die individuelle Therapie für die Patientinnen und Patienten erarbeiten. Das Zentrum gewährleistet sowohl spitzenmedizinische Versorgung, als auch eine ganzheitliche Betreuung. Diese reicht von der Ernährungsberatung, der klinischen Psychologie und Komplementärmedizin bis hin zur Palliativversorgung.

Qualitätssicherung gibt Orientierung für die Betroffenen

Das Zentrum folgt internationalen Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft, womit Transparenz und Qualität durch regelmäßige externe Überprüfungen gewährleistet sind. Durch die Zertifizierung ist das Krankenhaus in ein Netzwerk aus 950 onkologischen Zentren im deutschsprachigen Raum eingebettet. "Zertifizierte Zentren müssen nach denselben Kriterien und Qualitätsansprüchen arbeiten, wodurch eine für die Patienten objektive Vergleichbarkeit möglich ist. Das ist ein Meilenstein in der Versorgungsqualität in Österreich", erklärt Doz. Dr. Holger Rumpold, Leiter des Zentrums für Tumorerkrankungen. Laut einer aktuellen Auswertung befindet sich beispielsweise das Darm-Gesundheitszentrum des Linzer Ordenskrankenhaus hinsichtlich der medizinischen Versorgungsqualität im obersten Drittel aller teilnehmenden Einrichtungen.

Facts & Figures rund um das Zentrum für Tumorerkrankungen und die Zertifizierung:
- Pro Jahr werden 1.500 Tumorpatienten neu diagnostiziert.
- Ca. 4.400 Krebspatienten sind jährlich in Behandlung.
- Jedes Jahr werden rund 11.000 Chemotherapeutika verabreicht und 60.000 Bestrahlungen durchgeführt.
- Wöchentlich finden neun interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt.
- 10 Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagementteam waren ein Jahr lang mit der Vorbereitung auf die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft beschäftigt.
- 105 Mitarbeiter aus den Organzentren bzw. dem ZTE haben acht Monate projektbezogen an den Vorbereitungsarbeiten mitgewirkt.
- Knapp 1.100 Dokumente wurden neu erstellt oder überarbeitet.
- 847 primäre Tumorpatienten wurden eingebracht, davon 572 Krankenakten bewertet.

Pressemeldung der Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz BetriebsgesmbH
Claus Hager, MBA, MSc, Leitung Servicebereich PR & Marketing, KH der Barmherzigen Schwestern Linz, 4010 Linz, Seilerstätte 4, Tel.: 0732 / 7677-4884, eMail: claus.hager@bhs.at
31.01.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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