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  • Thomas Schönemann

Hohe Betreuungsqualität

Krankenhäuser aus Österreich werden erstmals mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet

Zwei österreichische Krankenhäuser erhalten erstmals Auszeichnung mit dem Deutschen Palliativsiegel. © Foto: Helene Souza / pixelio.de
Zwei österreichische Krankenhäuser erhalten erstmals Auszeichnung mit dem Deutschen Palliativsiegel. © Foto: Helene Souza / pixelio.de

Im Zeitraum vom 12. bis zum 17. April wurden die beiden Krankenhäuser Oberwart und Güssing in Österreich als erste Krankenhäuser überhaupt mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. Im Rahmen einer KTQ-Zertifizierung konnten beide Einrichtungen nachweisen, dass diese über eine hervorragende Qualität in der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden verfügen.

"Die Arbeit mit Sterbenden ist eine sehr aufreibende Arbeit. Die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel ist positiv sowohl für das externe als auch das interne Image des Krankenhauses. Das Siegel bescheinigt, dass interne Zuständigkeiten und Abläufe verbindlich reguliert werden", betont der verantwortliche Krankenhausdirektor Peter Rezar. Die beiden ausgezeichneten Krankenhäuser gehören zu den Burgenländischen Krankenanstalten GmbH (KRAGES), einer Managementgesellschaft, in welcher die Mehrzahl der Krankenhäuser des Burgenlandes organisiert wird. Das Krankenhaus in Güssing betreibt 139 Betten, das Krankenhaus in Oberwart 349 Betten. Das Siegel ist die logische Konsequenz aus den Gießener Sterbestudien, die der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung zwischen 2012 und 2015 deutschlandweit durchgeführt hat und an welchen sich mehr als 4.000 Mitarbeiter aus Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen beteiligt hatten.

„Wir wollten von Beginn an nicht nur bei einer wissenschaftlichen Berichterstattung der erreichten Ergebnisqualität bleiben, sondern auch Möglichkeiten prüfen, durch welches Vorgehen wir wirkungsvoll auf die Prozesse der Betreuung Sterbender einwirken können", so die Begründung von Priv.-Doz. Dr. Andre Banat, der als onkologischer Chefarzt im Gesundheitszentrum Wetterau tätig ist.

„Die Prüfung der erreichten Versorgungsqualität und der hierfür notwendigen Prozesse durch einen unabhängigen Dritten sehen wir als eine wichtige Verfahrensweise, den Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen", erläutert Prof. Dr. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und Beratung, die eingeschlagene Strategie.

Die Entwicklung des Deutschen Palliativsiegels -- mit dessen insgesamt 20 Prüfbereichen – wurde durch verschiedene Kooperationspartner des Forschungsbereichs möglich. Geprüft werden unter anderem die zeitliche und personelle Ressource, die Qualität der vorgetragenen Angehörigenintegration, Schmerztherapie und Symptomkontrolle oder etwa auch die in der Praxis realisierten Informations- und Kommunikationsangebote. Zur Evaluation und Weiterentwicklung des Siegels wurde auch ein wissenschaftlicher Beirat unter Vorsitz des Gießener Mediziners Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger gegründet.

Der Erwerb des Siegels – der exklusiv an die KTQ-Zertifizierung gebunden ist -- soll nicht nur die Versorgungsqualität des sterbenden Menschen verbessern helfen, sondern auch den Krankenhäusern und Pflegeheimen dahingehend nützlich sein, dass sich diese als mitmenschlich zugewandte Dienstleistungsunternehmen ihrer Region erweisen. 

Hintergrundinformationen

Die TransMIT GmbH erschließt und vermarktet - mit rund 160 Angestellten - im Schnittfeld von Wissenschaft und Wirtschaft professionell die Potenziale von rund 7.000 Wissenschaftlern von mehreren Forschungseinrichtungen in und außerhalb Hessens. Direkt aus den drei Gesellschafterhochschulen der TransMIT GmbH (Justus-Liebig-Universität Gießen, Technische Hochschule Mittelhessen und Philipps-Universität Marburg) bieten derzeit 160 TransMIT-Zentren innovative Technologien und Dienstleistungen aus den Bereichen Biotechnologie/Chemie/Pharmazie, Medizin und medizinische Technologie, Technik, Kommunikation/Medien/Literatur, Unternehmensführung/Management, Informations- und Kommunikationstechnologie an. Der Geschäftsbereich Patente, Innovations- und Gründerberatung widmet sich der Bewertung (Marktanalyse, Patentrecherche), dem Schutz und der Umsetzung von inter-/ nationalen Innovations- und Wachstumsvorhaben. Das Geschäftssegment Kommunikationsdienste und -netze bietet Dienstleistungen rund um den effizienten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. Die TransMIT-Akademie führt Weiterbildungsveranstaltungen zu neuen Technologien und Entwicklungen durch. Die TransMIT GmbH hat bei mehreren Rankings im Auftrag verschiedener Bundesministerien jeweils den Platz 1 unter den 21 größeren Technologietransfer-Unternehmen in Deutschland erreicht.

Zu den Kunden der TransMIT GmbH zählen namhafte Unternehmen aus den Branchen Pharma/Medizin, Biotechnologie, Chemie, Automobil, Anlagen- und Maschinenbau, Elektrotechnik, Optik, Informationstechnologie, Neue Medien, Telekommunikation sowie Handel und Dienstleistung. Referenzprojekte sind u.a. das Mathematikmuseum zum Anfassen, H-IP-O (Hessische Intellectual Property Organisation), Aktionslinie hessen-teleworking, Aktionslinie hessen-biotech! sowie das Wissenschaftsportal der European Polymer Federation (EPF). Gegründet wurde die TransMIT GmbH 1996 als Gemeinschaftsprojekt der mittelhessischen Hochschulen, Volksbanken und Sparkassen sowie der IHK Gießen-Friedberg. Sie verfügt über Büros an den Standorten Marburg, Gießen, Friedberg, Frankfurt/M. und Nürnberg.

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang George
Wissenschaftlicher Leiter
TransMIT-Projektbereich für
Versorgungsforschung und Beratung
Jahnstr. 14
35394 Gießen
Tel.: +49 (641) 94-82111
Fax: +49 (641) 94-82112
eMail: george@transmit.de
Internet: https://www.transmit.de

 

Pressemitteilung der TransMIT GmbH
Holger Mauelshagen, Pressesprecher, TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt, Tel.: 069 / 605046-04, Fax: 069 / 605047-80, eMail: holger.mauelshagen@transmit.de
12.05.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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