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  • Thomas Schönemann

10 Jahre Selbsthilfe Darmkrebs

Darmkrebs - heute kein Tabu-Thema mehr!

Darmkrebs - heute kein Tabu-Thema mehr! © Foto: Care Company GmbH/APA-Fotoservice/Ludwig Schedl
Darmkrebs - heute kein Tabu-Thema mehr! © Foto: Care Company GmbH/APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Die - in ganz Österreich engagierte - Selbsthilfegruppe für Darmkrebs-PatientInnen beging ihren 10. Geburtstag im Rahmen eines Pressegesprächs mit einigen prominenten Gratulanten, darunter die neue österreichische Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser sowie der deutsche Nobelpreisträger Prof. DDr. Harald zur Hausen.

Ehrengast Prof. Harald zur Hausen, Entdecker des Zusammenhanges zwischen der chronischen Infektion mit Human Papilloma Viren (HPV) und der Entstehung von Gebärmutterhals und einigen anderen Karzinomen, geht der Hypothese nach, dass der Genuss von rohem/nicht ausreichend erhitztem Rindfleisch (Steak, Roastbeef, Carpaccio, Beef tartare) zur Übertragung von Viren führen kann, die bei der Entstehung von Darmkrebs eine Rolle spielen.

Die Selbsthilfe Darmkrebs wurde im Herbst 2004 gegründet - als erste und bis heute einzige bundesweit agierende Selbsthilfegruppe für Darmkrebs-PatientInnen und deren Angehörige in Österreich.

Seit damals wurde deren Informations- und Beratungsangebot schrittweise immer weiter ausgebaut."Heute ist die Krankheit gesellschaftsfähig geworden - man kann offen darüber reden, sich als Patient outen, ohne soziale Nachteile befürchten zu müssen. Auch die rechtzeitige Vorsorge durch regelmäßige Koloskopie ist in aller Munde, freut sich Helga Thurnher, Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs.

Experten wie Prof. Dr. Heinz Ludwig, Mitbegründer der Selbsthilfe Darmkrebs, oder Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Wiener Ärztekammer, sind sich einig: Der Nutzen der Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs und deren Vorstufen übersteigt andere Krebs-Früherkennungsmaßnahmen. Doch nur elf Prozent der Menschen über 50 Jahren nehmen in Österreich die angebotenen Untersuchungen in Anspruch.

Auch Karl Öllinger - Ex-Politiker und selbst Darmkrebs-Patient -macht sich seit seiner Erkrankung noch mehr als bisher für die Vorsorge und Früherkennung stark: "Mit Information und Kommunikation" ist es möglich, dieser Angst entgegen zu wirken, wobei Öllinger gerade hier eine wichtige Aufgabe für die Selbsthilfe ortet: "Mit drüber Reden, das auch - und gerade - Selbsthilfegruppen auszeichnet, kann die Lücke kleiner gemacht werden."

Ein Anliegen, dem sich die Selbsthilfe Darmkrebs schon seit langem widmet und das auch künftig mit voller Kraft verfolgt werden soll, wie Helga Thurnher in Aussicht stellt: "Wir wollen auch in Zukunft das wichtigste Ziel nie aus den Augen verlieren: Darmkrebs durch rechtzeitige Vorsorge zu verhindern bzw. heilen zu können!"

Ergänzende Informationen zum Titelbild:
Im Bild vlnr.: Karl Öllinger (Politiker und selbst Betroffener), Univ.Prof. Dr. Thomas Szekeres (Präsident der Ärztekammer für Wien), Helga Thurnher (Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs), BM Dr.in med.univ. Sabine Oberhauser (Bundesministerin für Gesundheit), Univ.Prof. DDr. Harald zur Hausen (Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ, Heidelberg, Nobelpreisträger für Medizin 2008), Univ.Prof. Dr. Heinz Ludwig (Wilhelminenkrebsforschungsinstitut, Wilhelminenspital, Wien)

Pressemitteilung Care Company GmbH
Care Company GmbH, Mobil: 0664/533 94 89, eMail: sabine.ludwig@carecompany.at
03.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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