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  • Thomas Schönemann

Susan G. Komen Deutschland e.V.

Kompetenztraining für Brustkrebs-Aktivistinnen kombra wird gefördert

Pink Ribbon. © Foto: Jason Meredith from Louisville, KY, US (Breast Cancer Awareness) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
Pink Ribbon. © Foto: Jason Meredith from Louisville, KY, US (Breast Cancer Awareness) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

"Die Initiative kombra ist ein gutes Beispiel für wirksames Bürgerengagement. Die Schulungen helfen, den Bedarf an guter Beratung und Begleitung zu decken, der allein schon durch die zunehmende Zahl an Brustkrebskranken immer höher wird."

Das sagte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, bei der Übergabe eines Schecks über 5.000 Euro an den Verein für die Heilung von Brustkrebs Komen Deutschland in Frankfurt am Main. Die Summe aus Lotto-Toto-Mitteln ist bestimmt für kombra, das Kompetenztraining für Brustkrebs-Aktivistinnen. Hier werden Personen, die sich ehrenamtlich oder beruflich für Brustkrebspatientinnen engagieren, nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung geschult. "Ohne Eigeninitiative und Engagement wie es Komen Deutschland zeigt, funktioniert kein demokratisches Gemeinwesen", betonte Frau Müller-Klepper.

Fundierte Hilfe
Prof. Dr. Ute-Susann Albert, Leiterin des Brustzentrums Regio am Universitätsklinikum Gießen und Marburg und Vorstandsvorsitzende von Komen, freute sich über die Unterstützung: "Die Absolventen der Schulung können Brustkrebspatientinnen fundiert unterstützen und ihnen helfen, durch den Behandlungsprozess zu kommen", sagte sie. "In den Seminaren referieren Fachleute unter anderem über den aktuellen Stand der Brustkrebsbehandlung, Nutzen und Risiken alternativer Heilmethoden sowie aktuelle Studien und neue Forschungsansätze."

Namhafte Referenten
Im diesjährigen Seminar vom 3. bis 7. November in Frankfurt stehen Themen wie Sozialrecht, Informationsbeschaffung oder Interpretation wissenschaftlicher Veröffentlichungen genauso auf dem Plan wie Genetik und Tumorbiologie. Die ReferentInnen kommen aus namhaften Instituten in Deutschland. Prof. Dr. Ute-Susann Albert vom Marburger Brustzentrum stellt den Stand der Evidenzbasierten Medizin und der Leitlinien dar. Antihormonelle, Chemo- und sogenannte Targeted-Therapien bei Brustkrebs sind das Thema von Dr. med. Rachel Würstlein vom Klinikum der Universität München. Über aktuelle Studien und neue Forschungsansätze referiert Prof. Dr. med. Volkmar Müller vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dr. med. Jutta Hübner vom Tumorzentrum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt informiert über Nutzen und Risiko von Komplementärmedizin bei Brustkrebs, und Prof. Dr. Sibylle Loibl von der German Breast Group in Neu-Isenburg zeigt, wie wissenschaftliche Veröffentlichungen kritisch interpretiert werden müssen.

Vernetzung in Dienst von Brustkrebspatientinnen
Bei kombra geben die Experten ihr Fachwissen für Laien verständlich und auf "Augenhöhe" weiter. Außerdem stehen sie für Fragen und Gespräche zur Verfügung. "Wir brauchen heute Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung von MultiplikatorInnen, wenn wir uns optimal für die Belange der Patientinnen einsetzen wollen", bekräftigte die Gründerin und kombra-Projektleiterin Brita Tenter aus Reinbek bei Hamburg das Anliegen der Initiative. "Viele Absolventinnen gewinnen nicht nur Kenntnisse und Kompetenz hinzu, dank der gemeinsamen Schulung und dem Erfahrungsaustausch vertieft sich auch die Zusammenarbeit bei den ehrenamtlich und beruflich für Brustkrebskranke Engagierten."

Über kombra, das Kompetenztraining für Brustkrebs-Aktivistinnen:
Jede neunte Frau muss sich im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs auseinandersetzen. Die Anforderungen an Personen, die sich in Selbsthilfegruppen, Patienteninitiativen oder beruflich für Brustkrebspatientinnen einsetzen, werden immer größer. Kombra, das Kompetenztraining für Brustkrebs-Aktivistinnen, vermittelt seit 2006 Wissen und trainiert Fähigkeiten, um die zahlreichen Patientinnen kompetent betreuen, unabhängig beraten und erfolgreiche Patientenvertretung betreiben zu können. In der fünftägigen intensiven Schulung, die sich an den neuesten Erkenntnissen der Brustkrebsforschung orientiert, erfahren die Teilnehmerinnen die dafür notwendigen Voraussetzungen. Dabei stehen Themen wie Sozialrecht, Informationsbeschaffung oder Interpretation wissenschaftlicher Veröffentlichungen genauso auf dem Plan wie Genetik und Tumorbiologie. Kombra ist zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Senologie. www.kombra.de

Pressemitteilung Susan G. Komen
Karin Willen, Tel.: 06101 / 541233, Mobil: 0151 / 555 157 64, eMail: presse@komen.de
27.08.2012
22.06.2017, 11:21 | tsc
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