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  • Thomas Schönemann

Sterbehilfe-Debatte

Ärzte für das Leben e.V. gegen jede Form der Suizidbeihilfe

Vom Leben und Sterben. © Foto: blitzmaerker / pixelio.de
Vom Leben und Sterben. © Foto: blitzmaerker / pixelio.de

In der derzeitigen Debatte um aktive Sterbehilfe sprechen sich die Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) nicht nur konsequent gegen jegliche Form kommerzieller oder organisierter Sterbehilfe aus, sondern gegen jedes medizinische Eingreifen in Tötungsabsicht, sei es "verlangt" oder aus Mitleid begründet.

"Von Staat und Justiz verlangen wir, sich dem konsequenten Schutz des Menschenlebens zu verpflichten. Jegliche Lücke im Tötungsverbot in Bezug auf den Mitmenschen kann einen Druck auf hilfsbedürftig-abhängige Schwerkranke bedeuten, sich selbst das Leben zu nehmen oder es sich nehmen zu lassen. Dem suizidal Gefährdeten gilt aber vielmehr unsere lebensdienliche Handreichung und Fürsorge", so Professor Dr. Paul Cullen, 1. Vorsitzender des Vereins Ärzte für das Leben.

"Sterben ist ein Teil des Lebens eines jeden Menschen, der je nach Möglichkeit aber individuell und angstlösend gestaltet werden kann: unwertes Menschenleben gibt es nicht. Wir wissen um die Erfolge der aktuellen Palliativmedizin in der Schmerzbekämpfung und kennen die seelische Reichweite menschenwürdiger Begleitung durch Hospizarbeit, die den dem Tod Nahen an die Hand nimmt und mit ihm bis zum natürlichen Ende geht. Wir setzen uns für die praktische und wissenschaftliche Vertiefung dieser menschennahen Begleitungsmethodik ein. An der Hand eines anderen Menschen soll der Mensch sterben und nicht durch die Hand des Anderen, erst recht nicht durch die seines Arztes", bekräftigte Cullen.

Über Ärzte für das Leben e.V.:

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende nicht-konfessionelle und unabhängige Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für das Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod einsetzt und für die bedrohte Freiheit des Arztberufs, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können.

Der Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft ("Spätschwangerschaft"), die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation i. S. von "enhancement", adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, Hilfen bei Behinderung sowie Hirntod und Organspende. Ärzte für das Leben e.V. sind für Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit, jedoch gegen assistierten Suizid und Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie. Zu allen Themen ist ein Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie, Jura, Theologie) erwünscht.

Ärzte für das Leben e.V. wird ausschließlich durch Spenden und die Beiträge seiner Mitglieder unterstützt.

Pressemitteilung Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL)
Ärzte für das Leben e.V., Dr. med. Dr. theol. h.c. Maria Overdick-Gulden, Markusberg 24e, 54293 Trier, Tel.: 0651 / 8200724, eMail: m.overdick-gulden@aerzte-fuer-das-leben.de
27.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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