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  • Thomas Schönemann

Deutsche Krebshilfe e.V.

Nichtraucher in NRW atmen auf

Rauchverbot. © Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de
Rauchverbot. © Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

Am 1. Mai 2013 tritt in Nordrhein-Westfalen das neue Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. Gesundheitsorganisationen begrüßen neues Nichtraucherschutzgesetz.

Für die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) ist das ein wichtiger und konsequenter Schritt zum Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern in NRW. Ab Mai ist das Rauchen in Kneipen, Restaurant, Festzelten, geschlossenen Sportstadien und auf Spielplätzen verboten. Auch die Ausnahmen vom Rauchverbot für Schulgelände, Raucherräume und Raucherclubs werden aufgehoben.

Die Neuregelung des Gesetzes ist hinsichtlich des Gesundheitsschutzes ein erheblicher Fortschritt. Denn in Nordrhein-Westfalen wurde bislang in über 80 Prozent der Kneipen geraucht. Auch bei Brauchtums- und Festveranstaltungen wie dem Karneval – selbst in Anwesenheit von Kindern. Grund dafür sind die vielen Ausnahmen und Schlupflöcher, die das bislang geltende Landesgesetz zulässt. „Wir begrüßen, dass diese Löcher mit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz endlich geschlossen werden“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Damit werden Nichtraucher in Nordrhein-Westfalen sehr viel besser vor den Gefahren des Passivrauchens geschützt“.

„Das Beispiel Bayern zeigt seit Jahren, dass ein konsequenter Nichtraucherschutz funktioniert und von der Bevölkerung auch eingefordert und akzeptiert wird“, betont Dr. Uwe Prümel-Philippsen, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Nichtrauchen e.V. Entgegen einiger Befürchtungen sei auch nicht mit einem Kneipensterben in nordrhein-westfälischen Gaststätten zu rechnen. Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums habe kürzlich ergeben, dass es in Bayern nach Einführung des konsequenten Rauchverbots nicht zu wirtschaftlichen Einbrüchen in der Gastronomie gekommen sei.

Studien weltweit belegen, dass ein komplettes Rauchverbot in der Öffentlichkeit die Zahl der Herzinfarkte bei Erwachsenen und der Asthmaanfälle bei Kindern signifikant senkt. Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich inzwischen auch eine rauchfreie Gastronomie. Nach einer Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums sprechen sich derzeit 77,5 Prozent der Deutschen für ein Rauchverbot in Gaststätten aus.

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist allein auf den Tabakkonsum zurückzuführen. 110.000 Menschen sterben jährlich hierzulande an den Folgen des Rauchens. Hinzu kommen 3.300 Nichtraucher, die dem Passivrauchen ausgesetzt waren.

Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums als pdf-Datei

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe
Christiana Tschoepe, Pressestelle DKH, Tel.: 0228-72990-273, Fax: 0228-72990-11, eMail-Adresse: tschoepe@krebshilfe.de
29.04.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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