| Innovative Projekte aus Tübingen

Neue Studien zu Krebstherapien

Im „Deutschen Konsortium für translationale Krebsforschung“ (DKTK) haben Tübinger Wissenschaftler mehr als 2,6 Millionen Euro für Projekte zur Krebsforschung eingeworben. Tübingen ist einer von acht Standorten des DKTK, das vom Bundesforschungsministerium im Rahmen der deutschen Gesundheitszentren gefördert wird. In einem internen „Joint Funding Wettbewerb“ unterstützt das DKTK herausragende, überregionale Studien. Die Tübinger Wissenschaftler gehören zu den Initiatoren zweier Anträge, die sich durchsetzen konnten. Sie erhalten Förderung für jeweils drei Jahre. Weiterlesen

| Wilhelm Sander-Stiftung

Aggressiver Bauchspeicheldrüsenkrebs: Welche Rolle spielen Entzündungssignale?

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Gegen Strahlen- und Chemotherapie ist er praktisch resistent und daher kaum zu behandeln. Darüber hinaus streut er früh in die Umgebung und wird oft spät entdeckt. Viele Patienten sterben wenige Monate nach der Diagnose. Warum Pankreaskrebs aber so aggressiv ist, lag lange im Dunkeln. Weiterlesen

| Zentrum für Diabetesforschung

Körpergröße beeinflusst Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, und Krebs

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) und der Harvard School of Public Health haben im Journal Lancet Diabetes & Endocrinology* die Erkenntnisse über den Zusammenhang von Körpergröße mit den bedeutsamsten Volkskrankheiten zusammengefasst. Große Menschen haben zwar ein erniedrigtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, aber ein höheres Risiko für Krebs. Weiterlesen

| dkfz Heidelberg

Von der Natur inspiriert: Vielversprechender Krebs-Wirkstoff synthetisch nachgebildet

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum ist es gelungen, die dreidimensionale Struktur des vielversprechenden Anti-Krebswirkstoffs Fumagillin nachzubilden: Die synthetische Substanz erwies sich in der Zellkultur als wirksam und deutlich stabiler als das Naturprodukt. Sie soll nun als Ausgangsstoff dienen, der weiter zu einem Medikament gegen Krebs und auch gegen Fettleibigkeit optimiert werden kann. Weiterlesen

| dkfz Heidelberg

Super-Genverstärker offenbaren den Ursprung kindlicher Hirntumoren

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem St. Jude Kinderkrankenhaus in Memphis, USA, war erfolgreich bei der Suche nach den Ursprungszellen einer besonders aggressiven Klasse von kindlichen Hirntumoren. Die Forscher analysierten dazu das Netzwerk der genetischen Steuerelemente in den Tumorzellen. Das Ergebnis, das jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht ist, soll dazu beitragen, gezieltere Therapien gegen diese Tumoren zu entwickeln. Weiterlesen

| Universitätsklinikum Freiburg

Millionen-Förderung für Therapievergleich bei Speiseröhrenkrebs

Das Adenokarzinom der Speiseröhre ist eine der am stärksten zunehmenden Krebserkrankungen in Europa und den USA. Derzeit werden zwei sehr unterschiedliche Therapieformen bei der Behandlung des lokal fortgeschrittenen Speiseröhrenkrebses eingesetzt. Welche Therapie die wirksamere ist, war aber bislang völlig offen. Weiterlesen

| Universität Hamburg

Forscherteam ermöglicht Einblicke in Behandlung während der letzten Lebensmonate

Ob Krebspatienten im Krankenhaus oder zu Hause versterben, welche Behandlungen in den letzten Lebensmonaten durchgeführt und welche Kosten dadurch verursacht werden, hängt von strukturellen und kulturellen Besonderheiten in einem Land ab. Dies zeigt eine internationale Studie unter Beteiligung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), die die Inanspruchnahme und Kosten von Gesundheitsleistungen in den letzten Lebensmonaten in sieben Ländern untersucht hat. Weiterlesen

| Förderinitiative "Experiment!"

VolkswagenStiftung fördert "verrückte" Forschungsidee von Tumorbiologe Prof. Stephan Feller

Abseits des Mainstreams eine "verrückte" Forschungsidee verfolgen und feststellen, ob diese tragfähig ist: Das kann nun Prof. Stephan Feller, Leiter der Sektion Tumorbiologie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sein Projekt "Molecular basis for assembly and action of ‚nanocomputers‘ within human cells" (Molekulare Grundlage des Aufbaus und der Arbeitsweise von Nanocomputern in menschlichen Zellen) wird mit 100.000 Euro und über einen Zeitraum von 18 Monaten von der Förderinitiative "Experiment!" der VolkswagenStiftung unterstützt. Weiterlesen

| Mammakarzinom

Gefährlicher triple-negativer Brustkrebs: Neue Zielmoleküle für die Behandlung

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, und es gibt zahlreiche Unterarten, die nicht gut behandelbar sind. Oft bildet Brustkrebs Metastasen in der Lunge, Gehirn und Leber. Verfügen die Tumorzellen über bestimmte Rezeptoren, können spezifische Medikamente zur Therapie eingesetzt werden. Doch für eine bestimmte Brustkrebsform, den triple-negativen Brustkrebs, stand bisher nur die ungerichtete Chemotherapie zur Verfügung. Weiterlesen

| Nanotechnologie

Trojanisches Pferd für Krebszellen

Amorphe Nanopartikel aus Eisen können in Tumorzellen eine tödliche Wirkung entfalten. Wie chinesische Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, setzen Nanopartikel, die aus Eisen in einem glasartig-amorphen, das heißt nicht metallischen Zustand bestehen, im sauren, wasserstoffperoxidreichen Milieu von Krebszellen selektiv reaktive Eisenionen frei. Dies bietet neue Perspektiven für chemodynamische sowie theranostische Ansätze in der Krebstherapie. Weiterlesen

| Fraunhofer-Gesellschaft

Mit Antikörpern Tumore schnell erkennen

Antikörper bekämpfen Viren und Bakterien. Sie heften sich auch an Krebszellen – in einer typischen, charakteristischen Weise. Fraunhofer-Wissenschaftler nutzen diese Eigenschaft, um Krebszellen in Gewebeproben nachzuweisen. Solche Schnelltests können Chirurgen bereits während der Operation anwenden – innerhalb weniger Minuten und ohne teures Gerät. Weiterlesen

| Universität Ulm

Fünf Millionen für MRT-Weiterentwicklung dank Nanodiamanten

Eine von der Uni Ulm aus koordinierte Forschergruppe hat im Zuge des EU-Projekts HYPERDIAMOND 5 Millionen Euro für vier Jahre eingeworben (Ulmer Anteil rund 1,6 Millionen Euro). Mit Quantentechnologie will die Gruppe um Professor Martin Plenio die Magnetresonanztomographie verbessern. Eine wichtige Rolle spielen dabei hyperpolarisierte, nanometergroße Diamanten. Weiterlesen

| Schädliche Wirkstoffe

Nanopartikel "schützen" Körper vor Sonnencreme

Handelsübliche Sonnencreme schützt zwar vor gefährlicher UV-Strahlung, bringt aber auch einige negative Gesundheitseffekte mit sich. Deshalb haben Forscher von der Yale University nun eine Sonnencreme entwickelt, deren Wirkstoffe nicht in die Blutbahn eindringen können, da sie in einem Nanopartikel eingekapselt werden. Gefördert wurde das Forschungsprojekt vom National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering (NIBIB). Weiterlesen

| Grundlagenforschung

Selektiver Integrin-Ligand könnte helfen, Krebszellen gezielt zu bekämpfen

Integrine helfen der Zelle mit ihrer Umgebung zu kommunizieren und sich ihr anzupassen. Diese Eigenschaften nutzen jedoch auch Krebszellen, um zu Überleben und sich im Körper auszubreiten. Nun ist es Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) gelungen ein kleines, hoch aktives Molekül zu entwickeln, das spezifisch an ein bestimmtes, in vielen Krebsarten aktives Integrin bindet. Es könnte helfen, Tumorzellen in Zukunft patientenspezifisch zu diagnostizieren und anschließend gezielt anzugreifen. Weiterlesen

| Forschungsprojekt

Gemeinsames genetisches Merkmal bei Knochenkrebs entdeckt

Forscher des Helmholtz Zentrums München konnten gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München und des Universitätsspitals Basel zeigen, dass es ein bestimmtes genetisches Muster gibt, das bei Knochentumoren immer wieder auftaucht. Bisher galten diese als genetisch sehr vielfältig, sodass sich Analysen des Erbguts kaum für die Therapie nutzen ließen. Die in ‚Nature Communications‘ veröffentlichte Studie zeigt hier neue Perspektiven auf und bildet den erfolgreichen Abschluss der Klinischen Kooperationsgruppe Osteosarkom. Weiterlesen

| Lebensqualität

Befragung zur Lebensqualität junger Krebspatienten gestartet

In der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig ist vor Kurzem ein Forschungsprojekt zur Lebensqualität speziell für junge Tumorpatienten gestartet. Das einjährige Projekt wird im Rahmen eines Forschungsstipendiums der José Carreras Leukämie-Stiftung durchgeführt. Für die Entwicklung des Fragebogens werden Freiwillige gesucht, die an einer Online-Befragung teilnehmen. Weiterlesen

| JMU Würzburg

Stoffwechselweg macht Brust-Tumore aggressiver

Forscher der Universität Würzburg haben einen Stoffwechselweg aufgeklärt, der zu bewirken scheint, dass Brust-Tumore aggressiver werden. Die Studie identifiziert zudem mögliche Angriffspunkte für neue Krebsmedikamente. Sie erscheint in Kürze in der renommierten Fachzeitschrift Cancer Cell. Weiterlesen

| Universitätsklinikum Heidelberg

Immunzellen blockieren, um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu hemmen

Forscher aus Heidelberg und den USA zeigten: Aktivieren Immunzellen im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs einen bestimmten Signalweg, fördern sie damit das Tumorwachstum statt es zu hemmen. Durch die Blockade dieses Mechanismus im Tierversuch, lässt sich das Fortschreiten der aggressiven Krebserkrankung verlangsamen. Die Ergebnisse sind in Nature Medicine erschienen. Weiterlesen

| UDE/UK Essen

Sicherere und schonendere Suche nach Metastasen

Erstmals lassen sich Metastasen bei schwarzem Hautkrebs in Wächter-Lymphknoten sicher und ganz ohne Operation nachweisen. Das neue Verfahren wurde jetzt erstmals von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen diagnostisch eingesetzt. Es schont die Patienten, und die Ergebnisse sind deutlich präziser als bei der herkömmlichen Untersuchungsmethode. Weiterlesen

| HTW Dresden

Modellgestützte Risikoabwägung bei der Tumorbehandlung

Der häufigste Hirntumor bei Kindern und Jugendlichen ist das pilozytische Astrozytom. Dieser Tumor ist normalerweise gutartig und wächst langsam. Falls er operativ vollständig entfernt werden kann, ist die Prognose für den Patienten sehr gut. Jedoch kann der Tumor in manchen Fällen gar nicht oder nur teilweise entfernt werden, weil er an einer ungünstigen Stelle im Hirn lokalisiert ist. Weiterlesen