| Schädliche Wirkstoffe

Nanopartikel "schützen" Körper vor Sonnencreme

Handelsübliche Sonnencreme schützt zwar vor gefährlicher UV-Strahlung, bringt aber auch einige negative Gesundheitseffekte mit sich. Deshalb haben Forscher von der Yale University nun eine Sonnencreme entwickelt, deren Wirkstoffe nicht in die Blutbahn eindringen können, da sie in einem Nanopartikel eingekapselt werden. Gefördert wurde das Forschungsprojekt vom National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering (NIBIB). Weiterlesen

| Grundlagenforschung

Selektiver Integrin-Ligand könnte helfen, Krebszellen gezielt zu bekämpfen

Integrine helfen der Zelle mit ihrer Umgebung zu kommunizieren und sich ihr anzupassen. Diese Eigenschaften nutzen jedoch auch Krebszellen, um zu Überleben und sich im Körper auszubreiten. Nun ist es Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) gelungen ein kleines, hoch aktives Molekül zu entwickeln, das spezifisch an ein bestimmtes, in vielen Krebsarten aktives Integrin bindet. Es könnte helfen, Tumorzellen in Zukunft patientenspezifisch zu diagnostizieren und anschließend gezielt anzugreifen. Weiterlesen

| Forschungsprojekt

Gemeinsames genetisches Merkmal bei Knochenkrebs entdeckt

Forscher des Helmholtz Zentrums München konnten gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München und des Universitätsspitals Basel zeigen, dass es ein bestimmtes genetisches Muster gibt, das bei Knochentumoren immer wieder auftaucht. Bisher galten diese als genetisch sehr vielfältig, sodass sich Analysen des Erbguts kaum für die Therapie nutzen ließen. Die in ‚Nature Communications‘ veröffentlichte Studie zeigt hier neue Perspektiven auf und bildet den erfolgreichen Abschluss der Klinischen Kooperationsgruppe Osteosarkom. Weiterlesen

| Lebensqualität

Befragung zur Lebensqualität junger Krebspatienten gestartet

In der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig ist vor Kurzem ein Forschungsprojekt zur Lebensqualität speziell für junge Tumorpatienten gestartet. Das einjährige Projekt wird im Rahmen eines Forschungsstipendiums der José Carreras Leukämie-Stiftung durchgeführt. Für die Entwicklung des Fragebogens werden Freiwillige gesucht, die an einer Online-Befragung teilnehmen. Weiterlesen

| JMU Würzburg

Stoffwechselweg macht Brust-Tumore aggressiver

Forscher der Universität Würzburg haben einen Stoffwechselweg aufgeklärt, der zu bewirken scheint, dass Brust-Tumore aggressiver werden. Die Studie identifiziert zudem mögliche Angriffspunkte für neue Krebsmedikamente. Sie erscheint in Kürze in der renommierten Fachzeitschrift Cancer Cell. Weiterlesen

| Universitätsklinikum Heidelberg

Immunzellen blockieren, um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu hemmen

Forscher aus Heidelberg und den USA zeigten: Aktivieren Immunzellen im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs einen bestimmten Signalweg, fördern sie damit das Tumorwachstum statt es zu hemmen. Durch die Blockade dieses Mechanismus im Tierversuch, lässt sich das Fortschreiten der aggressiven Krebserkrankung verlangsamen. Die Ergebnisse sind in Nature Medicine erschienen. Weiterlesen

| UDE/UK Essen

Sicherere und schonendere Suche nach Metastasen

Erstmals lassen sich Metastasen bei schwarzem Hautkrebs in Wächter-Lymphknoten sicher und ganz ohne Operation nachweisen. Das neue Verfahren wurde jetzt erstmals von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen diagnostisch eingesetzt. Es schont die Patienten, und die Ergebnisse sind deutlich präziser als bei der herkömmlichen Untersuchungsmethode. Weiterlesen

| HTW Dresden

Modellgestützte Risikoabwägung bei der Tumorbehandlung

Der häufigste Hirntumor bei Kindern und Jugendlichen ist das pilozytische Astrozytom. Dieser Tumor ist normalerweise gutartig und wächst langsam. Falls er operativ vollständig entfernt werden kann, ist die Prognose für den Patienten sehr gut. Jedoch kann der Tumor in manchen Fällen gar nicht oder nur teilweise entfernt werden, weil er an einer ungünstigen Stelle im Hirn lokalisiert ist. Weiterlesen

| DIfE Potsdam

Neue Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Leberkrebsrisiko

Wie zahlreiche Studien zeigen, haben Menschen, die viel Kaffee trinken, im Vergleich zu Personen, die nur wenig oder keinen konsumieren, ein vermindertes Leberkrebsrisiko. Die Ursachen für diesen Zusammenhang sind jedoch noch nicht geklärt. Weiterlesen

| Klinikum der Universität München

Neue Studie zur Behandlung des Mantelzell-Lymphoms

Die Krankheit ist selten, aber aggressiv und unbehandelt rasch tödlich: Das Mantelzell-Lymphom (MCL) zählt zu den Formen des "Lymphdrüsen-Krebses", bei der bösartig veränderte weiße Blutkörperchen das Blut, das Knochenmark, die Lymphknoten und die Milz überschwemmen. Dabei werden gesunde Zellen verdrängt. Noch immer kursieren im Internet Informationen, wonach das MCL das am schlechtesten zu behandelnde Lymphom sei. Weiterlesen

| Veterinärmedizinische Universität Wien

Molekulare Prozesse für zielgerichtete Krebstherapie bei Hunden erforscht

Auch Hunde leiden an Krebserkrankungen. WissenschafterInnen an der Vetmeduni Vienna erforschen nun die molekularen Prozesse der Krebsentwicklung an Hundezellen. Denn die moderne Krebstherapie wurde mit der Einführung neuer Medikamente, sogenannter gezielter Wirkstoffe, revolutioniert. Die Grundlagen für eine erfolgreiche Anwendung dieser neuen Wirkstoffe in der Krebstherapie erfordert jedoch ein tieferes Verständnis der molekularen Vorgänge der Erkrankung auch bei Haustieren. Weiterlesen

| Wilhelm Sander-Stiftung

Chemotherapie: Weniger Nebenwirkungen und mehr Effizienz durch veränderte Immunzellen

Tumore können wachsen, weil sie sich der körpereigenen Immunabwehr entziehen – daher suchen Forscher nach Wegen, die Strategien der Krebszellen aufzuklären und zu überlisten. Eine Arbeitsgruppe an der Universität Frankfurt hat jetzt herausgefunden, wie Tumore es schaffen, Abwehrzellen des Immunsystems umzuprogrammieren und in ihre Dienste zu stellen. Weiterlesen

| Goethe-Universität Frankfurt am Main

Neue Hoffnung für Krebsbehandlung bei Kindern

Es gibt neue Hoffnung für Kinder mit Tumorerkrankungen neuralen Ursprungs: Ein internationales Team unter Führung von Forschern der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Kent (Großbritannien) haben möglicherweise eine neue Behandlungsmethode gefunden. Ihre Forschungsergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Weiterlesen

| Immuntherapie-Forschung

Hohe Förderung für Krebsforscher

Zwei Projekte der Würzburger Krebsforschung erhalten vom Wirtschaftsministerium eine hochkarätige Auszeichnung: Mit jeweils einer halben Million Euro sollen sie Immuntherapien der nächsten Generation voranbringen. Staatssekretär Franz Josef Pschierer hat am 1. Dezember 2015 in der Münchener Residenz den m4-Award verliehen. Mit diesem Preis zeichnet das bayerische Wirtschaftsministerium biomedizinische Forschungsprojekte aus, die das Zeug dazu haben, in eine Unternehmensgründung zu münden. Der Freistaat stellt jedem Gewinnerteam rund 500.000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung. Weiterlesen

| Photoimmune Discoveries BV

Neue Behandlungsstrategie bei aggressivem Krebs

Eine am Leiden University Medical Center (LUMC) in den Niederlanden durchgeführte Laborstudie stellte fest, dass Immuntherapie sich wirksam mit fotodynamischer Therapie (PDT) kombinieren lässt, um bestehende Tumoren verschwinden zu lassen. Der Ansatz führt zu einer schlagkräftigeren Tumorzerstörung und einer robusten systemischen Immunantwort auf die Krankheit. Weiterlesen

| Zuckermoleküle helfen heilen

FAU-Forscher machen Antikörper noch wirksamer

Wie man mit Hilfe von Zucker besonders wirksame Antikörper formen kann, haben jetzt Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um den Biologen Prof. Dr. Falk Nimmerjahn in Zusammenarbeit mit Forschergruppen aus Schweden und Kroatien herausgefunden und im Fachjournal "Cell Reports" veröffentlicht. Die neuen Erkenntnisse können bei der Antikörpertherapie von Krebs und Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Weiterlesen

| Wirksamkeit der Chemotherapie

Wie Krebszellen die Immunabwehr austricksen

Wie Krebszellen dem Angriff des Immunsystems entkommen, ergründen derzeit Wissenschaftler der Universität Frankfurt am Main. Im Blickpunkt der Forscher stehen die sogenannten Makrophagen (Fresszellen): Tumoren manipulieren diese so, dass sie das Krebswachstum aktivieren anstatt es zu stoppen. Die umgepolten Makrophagen können sogar die Wirkung einer Chemotherapie beeinträchtigen. Die Forscher suchen derzeit nach Strategien, um den Schutzmechanismus der Tumorzellen auszuhebeln. Weiterlesen

| Gemeinschaftsprojekt TransLUMINAL-B

Brustkrebs: Genauere Diagnostik und gezieltere Therapie

Unter Federführung der Charité – Universitätsmedizin Berlin begannen mit einem Kick-off-Meeting die Arbeiten am Forschungsprojekt TransLUMINAL-B. Erforscht werden soll in den kommenden drei Jahren der Prozess der Metastasenentstehung und die Rolle von bösartigen Zellen, die sich im Verlauf bestimmter Brustkrebserkrankungen in Blut und Knochenmark anreichern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben im Rahmen ihres Schwerpunktprogrammes "Translationale Onkologie" mit 2 Millionen Euro. Weiterlesen

| Internationale Studie

Schonendere Krebstherapie durch neuartigen Wirkstoffmix

Um Krebs zu behandeln, setzen Ärzte meist auf Chemotherapie, die mit schweren Nebenwirkungen einhergeht. Bei einigen Krebsarten kommt der Tumor jedoch trotz Therapie zurück. Ein internationales Team aus 180 Forschern und Medizinern hat nun zahlreiche Daten aus Studien ausgewertet und gezeigt, dass eine Mischung bestimmter Wirkstoffe das Wachstum solcher aggressiven Tumore hemmen könnte. Das Besondere: Die Substanzen stammen meist aus Pflanzen und wirken schonender als herkömmliche Chemotherapeutika. An der Arbeit war auch der Homburger Dermatologe Professor Dr. Jörg Reichrath beteiligt. Die Studie wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift "Seminars in Cancer Biology" veröffentlicht. Weiterlesen

| Uniklinikum Bonn

Warum Hirntumore entarten

Gliome zählen zu den verbreitetsten Hirntumoren. Viele werden nach einer Phase des langsamen Wachstums sehr bösartig. Ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Murat Günel von der Yale School of Medicine in New Haven (USA), zu dem auch Forscher aus der Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn gehören, konnte die molekularbiologischen Veränderungen entschlüsseln, die zu dieser gefährlichen Verwandlung der Tumorzellen führen. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal "Nature Genetics" vorgestellt. Weiterlesen